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Musik im Kriegsgefangenenlager: 80 Jahre Olivier Messiaens „für das Ende der Zeiten“

Messiaen friert. Er ist im Görlitzer Kriegsgefangenenlager interniert. Im Januar 1941, ist es bitterkalt. Messiaen gelangt an Notenpapier und Bleistifte und komponiert sein „Quatuor pour la fin du temps“. Mithäftlinge sind es, für die er schreibt: ein Geiger, ein Klarinettist, ein Cellist und er selbst.

Das Cello hat nur drei Saiten, die Tasten des Pianinos klemmen. Als die Musik erstmals erklingt, liegt das Lager unter einer tiefen Schneedecke. 30 Tausend Gefangene sind dort interniert. Die Musik „für das Ende der Zeiten“ hören sie staunend und „mit Verständnislosigkeit“, erzählt Messiaen später.

© SWR 2, Thema Musik, 12.1.2021

Olivier Messiaen:
Le merle noir
Emmanuel Pahud, Flöte
Eric le Sage, Klavier

Olivier Messiaen:
La Nativité du Seigneur. Neun Meditationen für Orgel
Nr. 4, le verbe. Das Wort
Olivier Latry, Cavaillée Orgel, Notre Dame, Paris

Johann Sebastian Bach:
3.Brandenburgisches Konzert G- Dur BWV 0148
Satz 1, Allegro
Café Zimmermann, Pablo Valetti, Konzertmeister und Leitung

Johann Sebastian Bach:
Violinkonzert a- moll BWV 1041
2. Satz Andante
Daniel Hope, Chamber Orchestra of Europe

Olivier Messiaen:
Quatuor pour la fin du temps
Pascal Moraguès (Klarinette), Trio Wanderer

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