Musikfest Berlin: Mehr Xenakis wagen! Und Feldman bitte auch! Von Berthold Seliger.

Die drei Berliner Orchester RSB, Philharmoniker und DSO führen beim Musikfest hochkarätige Werke der Nachkriegsmoderne auf. Den wichtigsten Satz soll man zuerst aufschreiben. Also: Georg Nigl ist einfach ein fantastischer Sänger. Einer der besten unserer Zeit!

Oder doch eher den hier: Iannis Xenakis hat mit »Aïs« ein großartiges Werk geschrieben. Aber was ist mit: Der Schlagzeuger Dirk Rothbrust hat seinen Part in »Ais« formidabel gespielt. Oder: Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) haben »Ais« von Xenakis beim Musikfest Berlin in der Philharmonie sensationell aufgeführt! Alles ist wahr, alles ist richtig.

Der vor 100 Jahren geborene Iannis Xenakis ist vermutlich der radikalste Komponist der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, »radikaler noch als die Avantgarde«, wie Steffen Georgi im digitalen Programmheft zum Konzert schreibt. Das Heft ist, eine tolle Idee der Musikvermittlung, vorab und auch nach dem Konzert kostenlos im Netz zu finden, ebenso wie ein dazugehöriger Podcast.




© ND, nd-aktuell.de, 20.9.2022

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