Musikfestival in Monheim: Exzessives Klopfen und Röcheln

Mit der Monheim Triennale arbeitet die Kleinstadt am Rhein an ihrem Ruf als Kulturstandort. Sie präsentiert sich mit Neuer Musik, Jazz und Pop. Von Christian Werthschulte.

Gelegen zwischen den Kunst- und Musikmetropolen Düsseldorf und Köln, arbeitet seit einigen Jahren die Kleinstadt Monheim am Rhein an ihrem Ruf als Kulturstadt. Möglich machen das sprudelnde Einnahmen einer Gewerbesteueroase.

Davon profitieren auch rund 2.800 Schü­le­r:in­nen, die jeweils ein Instrument gestellt bekommen und an der örtlichen Musikschule etwas über die Avantgarde lernen, genau wie eine Kneipe inmitten einer Hochhaussiedlung, die regelmäßig Free-Improv-Konzerte veranstaltet. Und ein Festival für experimentelle und elektronische Musik richtet der Ort auch aus: die Monheim Triennale, die am Wochenende ihren Abschluss fand.



Acht Musikerinnen und acht Musiker sind von der Festivalleitung eingeladen, ein Projekt zu verwirklichen. Dafür laden sie wiederum Künst­le­r:in­nen ihrer Wahl ein und spielen gemeinsam in den unterschiedlichsten Konstellationen. Ein Hauch von Improvisation liegt über dem Rheintouristenschiff, auf dem ein Großteil der Konzerte stattfindet. So will die Monheim Triennale die Grenzen aufheben zwischen Neuer Musik, Jazz und Pop.



© TAZ, Kultur, 27.6.2022

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