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Musikmagazin „Pitchfork“Keine Musik auf dieser Beerdigung

Das Musikportal „Pitchfork“ wird eingestellt, seine Reste sollen im Magazin „GQ“ aufgehen. Kritischer Musikjournalismus verliert seine wichtigste Plattform. Ein Nachruf von Daniel Gerhardt.

Auf der Startseite des Musikportals Pitchfork sah die Welt am vergangenen Donnerstag morgen noch aus, als wäre nichts passiert, und genau darin lag das Problem. Eigentlich veröffentlicht das Magazin an jedem Wochentag drei bis vier ausführliche Rezensionen zu neuen Alben, außerdem Meldungen, Interviews, Bandporträts und Essays. Mehr als 20 Jahre lang war das so, schon als Pitchfork noch unabhängig und halbprofessionell in Chicago und Brooklyn betrieben wurde, aber auch in den Jahren seit 2015. Damals hatte der einstige Gründer Ryan Schreiber das Magazin an Condé Nast verkauft und seiner Belegschaft einen Umzug nach Manhattan in die verlagseigenen Büroräume im One World Trade Center ermöglicht. Oder eingebrockt, wie damals schon manche Beobachter fanden.



© Zeit Online, Kultur, Musik, 19.1.2024

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