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„Neulich in Rumänien“ Soundscapes und Elektronik zwischen Oradea und Konstanza

Europa horcht auf, als in Bukarest Anfang Februar Hunderttausende mit Hupen, Sirenen und Sprechchören gegen ihre Regierung demonstrieren. Auch sonst verstehen die Rumänen viel von urbanen Sounds.

Mit Raphael Smarzoch

Jedenfalls mehr, als das Klischee von der stillen Weite der Karpaten und den beschaulichen Burgruinen Siebenbürgens vermuten lässt.
Zu entdecken gibt es z.B. die psychedelischen Tracks der Band Rodion G.A. aus der Ceaușescu-Ära, die hypnagogischen Transformationen des Manele-Genres von Steaua de Mare oder die musikelektronischen Versuchsanordnungen des Duos Somnoroase Păsărele.

Die Klangwelt rumänischer Bauernmärkte inspirierte den Berliner Komponisten und Filmemacher C-Schulz zu seinem neuen Hörstück „Bazar Bizar“. „Bazar Bizar“ nimmt uns mit in die Maramureş, zum Kastanienfest in Bai Mare und auf den größten Markt des Landes in Negreni. C-Schulz zeigt die von ihm besuchten Orte nicht nur als Warenumschlagplätze. Wir hören dort auch Musik unterschiedlicher ethnischer Gruppen und erleben den Markt als sozialen Treffpunkt. „Bazar Bizar“ verwebt einheimische Klangkulturen mit elektronisch bearbeiteten Feldaufnahmen und selbst eingespielten Instrumenten.

© WDR 3, Open Sounds,20.5.2017

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