Nils Wogram – Root 70. 2000 – 2020 Anniversary Box // NZZ und Frankfurter Rundschau mit Reviews
An erster Stelle steht der starke Charakter der Musik. Ohne geht es nicht. Der renommierte Posaunist Nils Wogram hinterfragt sein eigenes Schaffen immer wieder neu. Und er stellt hohe Ansprüche ans Zusammenspiel.
Von Florian Bissig
Er weiss, was er will. Doch was er will, das kann sich auch ändern. So hat Nils Wogram auf dem neusten Album seines Trios mit Hammondorgel und Schlagzeug überraschend eingängige und groovige Töne angeschlagen. Die Musik müsse wieder mehr «Soul» haben, findet er. Er will die Emotionen aller Hörer ansprechen. Es schien ihm, dass er mit seinen spannenden und anspruchsvollen Konzepten und Kompositionen allzu oft bloss ein Publikum aus Eingeweihten überraschen und begeistern konnte….
© NZZ, Feuilleton, 29.4.2020
Nils Wogram „Root 70“: Irgendwann trifft sich die Band wieder. Nils Wograms „Root 70“ feiert den 20. Geburtstag mit einer opulenten Musik- und Bilder-Sammlung.
Von Hans-Jürgen Linke
Der Name Root 70 verweist darauf, dass die Mitglieder des Quartetts allesamt in den 70er Jahren geboren wurden, damit zum Zeitpunkt der Band-Gründung unter 30 waren, also hoffnungsvoller Nachwuchs. Zurückblickend und zusammenfassend kann man heute sagen, dass Root 70 eine der innovativsten Jazz-Formationen Europas seit Beginn des neuen Jahrhunderts ist. Wer etwa zwischen „innovativ“ und „Jazz“ einen kleinen Widerspruch zu erkennen meint, liegt nicht ganz falsch…
© Frankfurter Rundschau, Kultur, Musik, 29.4.2020