Open Sounds: Studio Elektronische Musik / szene [58] Livelabor / point of view [67] Tobias Hagedorn
Das Studio für elektronische Musik und Akustik in Frankfurt – seit 2013 unterrichtet der Komponist Orm Finnendahl an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Tobias Hagedorn gehörte auch zu seinen Studierenden.
Mit Michael Rebhahn
szene [58]: Livelabor mit Orm Finnendahl
Zuvor leitete Finnendahl fast zehn Jahre das Studio für elektronische Musik und Akustik an der Musikhochschule Freiburg. Auch in Frankfurt geht es in seiner Klasse ganz explizit um die kompositorische Auseinandersetzung mit Technologie und die Konfrontation von klassischen Instrumenten mit elektronischen Medien. Das elektronische Studio hat Finnendahl als einen offenen Raum konzipiert: als Labor für Experimente, die den Einsatz von Technologie in performativen Situationen betreffen. Vor allem die Arbeit mit live-elektronischen Verfahren steht hier im Vordergrund.
Mit Musik von Orm Finnendahl, Tobias Hagedorn, Miki Manabe, Richard Millig u.a.
point of view [67]: Tobias Hagedorn
Komponieren versteht Tobias Hagedorn, 1987 in Moers geboren, als einen Balanceakt zwischen dem Befolgen von logischen Strukturen und subjektiven Eingriffen; wobei er versucht, subjektive Entscheidungen auf Wesentliches zu beschränken. Auf dieser Basis ist das Zusammenspiel von Instrumentalklängen und elektronisch erzeugten Sounds ein wichtiger Bestandteil seiner Musik. Durch die Elektronik, sagt Hagedorn, kann ein instrumentaler Klang völlig neu gehört werden.
Tobias Hagedorn studierte (Elektronische) Komposition bei Michael Beil in Köln sowie bei Orm Finnendahl in Frankfurt. In „Point of View“ stellt er elektronische und elektroakustische Kompositionen vor, die ihm in den letzten Jahren über den Weg gelaufen sind und einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Karlheinz Stockhausen Studie II (1954)
Luis Antunes Pena Im Rauschen Rot (2010)
für Kontrabass, Schlagzeugquartett und Elektronik
Autechre Squeller (1999)
Alvin Lucier I am sitting in a room (1969)
Annesley Black aorko (2006/09)
für Bratsche und Elektronik
Oxana Omelchuk Staahaadler Aff (2010)
für Drumset und Samplepad
© WDR 3, Studio Elektronische Musik, 23.6.2018