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„Poesie des Lichts“ Neues Jazzalbum von Myra Melford

US-Jazzpianistin Myra Melford strebt auf ihrem neuen Album „Hear the Light Singing“ nach Kinästhesie. Es entstand mit ihrem Quintett. Von Maxi Broecking.

Die Grauschattierungen des Pazifiks vermischen sich mit denen des Himmels, beide scheinen ineinander überzugehen. Eine Poesie des Lichts in Verbindung mit Wasser fasziniert die US-Jazzpianistin und Komponistin Myra Melford, die seit 2004 in Berkeley Komposition und Improvisation unterrichtet: Seit sie vor einigen Jahren die Zeichnungen der „Gaeta“-Serie des US-Malers Cy Twombly gesehen hatte, ursprünglich entstanden in der kleinen italienischen Küstenstadt bei Neapel, in der Twombly zuletzt lebte. Auch Gaeta erhebt sich in einer Hügellandschaft und Twombly konnte die Bucht von Neapel überblicken.

Twomblys reduziert-abstrakte zehnteilige Serie, mit dem Titel „For the Love of Fire and Water“, die sich heute im Museum Brandhorst in München befindet, widmete er dem Licht und dem sich über die Bucht ausbreitenden Mittelmeer.




© TAZ, Kultur, 21.1.2024

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