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R.I.P. Carl-Ludwig Reichert

Von Franz Kotteder. Der große bayerische Rock- und Bluesmusiker, Lyriker und Schriftsteller Carl-Ludwig Reichert ist tot. „Pfiat di Mama, pfiat di Papa, i seil‘ mi ob, weil’s mia jetzt glangt“, rumpelte es 1982 aus dem Lautsprecher des orangefarbenen Plattenspielers mit dem schönen Namen Mr. Hit, „i hock‘ mi auf mein Feierstui und fahr‘ no a bissl umanand!“ 

 Die schräge Rocknummer mit dem schönen Titel „Familienlem“ war das erste Lied auf der Schallplatte „Negamusi“ der legendären bayerischen Bluesrockband Sparifankal, und sie gehörte damals schon längst zu den Klassikern des Genres.



© Süddeutsche Zeitung, München, 6.9.2023


BR-Moderator und Musiker Carl-Ludwig Reichert ist tot

Er war Musiker und Dichter, Privatgelehrter und Schriftsteller, Radiomoderator beim Zündfunk und Gründer der Mundart-Band Sparifankal. Nun ist Carl-Ludwig Reichert gestorben – das haben Familie und Freunde dem BR bestätigt. Er wurde 77 Jahre alt.

„Herr Reichert“, so formulierte es ein Kollege mal, „ist so etwas Ähnliches wie ein Schatzsucher beziehungsweise ein Schatzfinder, denn er sucht nicht nur, sondern er findet auch und trägt dabei viele Sachen aus völlig verschiedenen Bereichen zusammen.“

Wohl wahr. Der 1946 in Ingolstadt geborene und nun gestorbene Reichert sah sich als Musiker und Dichter, als Privatgelehrter und Schriftsteller. Langjähriger BR-Radiomoderator und -autor war er überdies – und Gründer der Mundart-Band Sparifankal.



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