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Release Tipp: Ale Hop – Why Is It They Say A City Like Any City? / Karl Records

Rätselhaft, Faszinierend. Vielleicht sollte ich es eine Traumreise nennen oder ein Erinnern an Orte, die ich nie gesehen habe und die ich mir vorzustellen versuche.



Die in Peru geborene experimentelle Komponistin Ale Hop hat Ihr viertes Album „Why Is It They Say a City Like Any City?“ genannt. „Warum sagt man eine Stadt ist wie jede andere Stadt?“ Um diese Frage zu beantworten, rief ich dreizehn Musiker aus aller Welt zusammen, die Botschaften aus südamerikanischen Städten übermittelten, die ich nicht besuchen konnte, und bat sie, meine Worte mit Klängen zu beantworten. Ihre Antworten wurden dann zu gemeinsamen Antworten, indem ich sie übereinanderlegte oder sie zu Vignetten dieser Orte verdrehte.


Ale Hop alias Alejandra Cárdenas

„Trotz der technologischen Mittel, die die Entfernungen zu verwässern scheinen, ist die Simulation von Nähe, die sich im digitalen Raum spiegelt, ein ein entleerter Körper, ein Zustand der Prekarität, eine flache Oberfläche; unfähig eine Erfahrung des Austauschs zurückzuhalten“, erklärt Ale. „Ich habe dieses Projekt also mit der Frage begonnen, wie wir der reduzierten Erfahrung des Virtuellen entkommen können?

Die Idee hinter diesem Experiment war, dass meine Botschaften und die Orte, die sie beschreiben, die Komposition vorantreiben, ein Katalysator, eine Partitur. Die Geografie als Werkzeug zu nutzen, um sich zu erinnern und sich vorzustellen, um neue Klanglandschaften entstehen zu lassen.“

In Zusammenarbeit mit Ana Quiroga, Concepcion Huerta, Daniela Huerta, Elsa M’balla, Felicity Magan, Fil Uno, Ignacio Briceño, KMRU, Manongo Mujica, Moises Horta, Nicole L’huillier, Raul Jardín, Sukitoa Onamau, Tomas Tello.


releases February 4, 2022

Produced and mixed by Ale Hop
Mastered and vinyl cut by Kassian Troyer at D&M, Berlin
Album illustrations by José Vera


„Die Erinnerung, diffus und divergent, streckt sich manchmal auf der Suche nach einer Form in die Zukunft, indem sie aus den Reflexionen und Echos, die zurückkommen, Gestalt annehmen… wie wenn man einen Stein in einen Teich wirft und und ein Stein zurückgeworfen wird.

Ale Hop

Am Anfang konnte ich damit nichts anfangen. Aber irgendwas blieb bei mir haften und so hörte ich nochmal in diese Musik hinein und seit diesem Tag höre ich immer wieder diese Musik, versuche ich Worte dafür zu finden und merke, wie ich daran scheitere. Aber muss ich das? Wie eine Glasscherbe, die man in die Hand nimmt und in die Sonne hält. Und je nach Bewegung und Richtung ändert sich das Licht, das wir sehen können, können wir verschiedene Facetten wahrnehmen. Für mich hält die Faszination Ihrer Musik immer noch an. Wie geht es Euch damit?

Im Rahmen des CTM Festivals wird es eine Release Audio Installation von Moises Horta geben. Für dieses Stück wurde ein multimodales neuronales Netzwerk der künstlichen Intelligenz mit den von Ale geschriebenen Nachrichten gefüttert, und synthetisierte sie zu frei fließenden Bildern. Die visuelle Bildsprache ähnelt der Art und Weise, wie das Gedächtnis arbeitet, wenn es durch Worte ausgelöst wird, indem es sie frei durch mentale Bilder wandern und diese zu offenen endlosen Ansammlungen von Räumen und Zeitlichkeiten.


https://fb.watch/aU7C0DoLLf/

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