Release Tipp: Hüma Utku – The Psychologist / Editions Mego

Ziemlich erbarmungslos geht hier Hüma Utku auf meine Ohren los und ich mag das! Bei dem ganzen weichgespülten Mist der mich erreicht, ist das genau das richtige Gegenmittel!


Die in Istanbul geborene und aufgewachsene und zurzeit in Berlin lebende elektronische Musikerin, Komponistin und Klangkünstlerin Hüma Utku konzentriert sich in ihrer Arbeit vor allem darauf, wie Klangtexturen und Rhythmen eingesetzt werden könnten, um in der abstrakten elektronischen Musik ein Gefühl von Urtümlichkeit zu vermitteln. Alle Genregrenzen missachtend, verbindet sie Field Recordings, akustische Instrumente und atmosphärische Ambientklänge zu einem musikalischen Storytelling, das zwischen harmonischem Noise und brachialen Beat-Strukturen changiert. Wichtige Inspirationsquellen der Musikerin sind die conditio humana, die Psychologie Jungs und auch Mystik und Folklore. Ihr erster Longplayer unter eigenem Namen ist im Juli 2019 auf Karlrecords erschienen, trägt den Titel Gnosis und hat ihren Ruf als außergewöhnliche und experimentierfreudige Künstlerin gefestigt. © Text: musikprotokoll.orf.at



Mit den Aufnahmen von Buchla 200 aus Utkus Elektronmusikstudio in Stockholm im Oktober 2020 ist „The Psychologist“ ein genreübergreifendes Werk, das Elemente von Synthesizermusik, elektroakustischer Musik, experimentellem Techno, Industrial, moderner Komposition und gesprochenem Wort enthält. Klavier, Streicherkompositionen und Gesang spielen in einer Reihe von Stücken eine wichtige Rolle und verleihen den darin enthaltenen psychologischen Erkundungen eine dramatische akustische Note. © Text: Editions Mego




Über den inhaltlichen Überbau werde ich hier nichts schreiben, ich habe schlicht und ergreifend keine Ahnung davon. Und irgendetwas nachplappern, möchte ich auch nicht.
Am spannendsten ist für mich der ständige Wechsel in den Dynamiken und den rhythmischen Strukturen. Das Ganze ist ja nicht durchgehend schrill, laut und massiv. Es hat auch seine zarten und besinnlichen Momente, wie in „Light of all Lights“. Was dann im schroffen Gegensatz zum sehr starken Beginn mit „Fuel for the Flames“ steht. Ihre ganze Musik ist gut gebaut!

Ihre Musik lebt von den Gegensätzen, auch vom geschickten Einsatz von fieldrecordings wie in „Islands of Consciousness“ und das bleibt auch nach wiederholten Hören so. Eine unbedingte Empfehlung meinerseits, verbunden mit der Aufforderung, es möglichst laut zu hören!

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