Release Tipp: MONDKOPF – Spring Stories / Miasmah Recordings

„Der Vernunft beraubt, hat Paul Régimbeau alias Mondkopf mit „Spring Stories“ neue Ausdrucksfelder gefunden. Eine Sammlung von posttraumatischen Stimmungen voller herrlichem Chaos, bereit, alles Alte und Abgetragene aufzusaugen und neu zu entzünden.“


Wie ein Phönix, der aus der Asche aufsteigt, fängt Spring Stories die Erde in voller Blüte ein. Dunkelheit und Wahnsinn verlieren ihren Einfluss, während die Wurzeln und frischen Blätter ihren langsamen Tanz zur Sonne beginnen. Ähnlich bewegen sich Sinuswellen-Drones um explodierende E-Gitarren-Improvisationen, die ein Lichtstrahl auf schattige Ecken werfen. Das Album fühlt sich an wie ein 60er-Jahre-Jam, der im psychedelischen Post Welt des psychedelischen Undergrounds; schwer, absurd, schön und bereit, ausgebrannte, erschöpfte Gemüter zu besänftigen.


Paul Régimbeau alias Mondkopf. Foto von Camille-Colin.

Paul erklärte, dass er von Folk-Improvisatoren wie Meister Wilburn Burchette und Robbie Basho ebenso beeinflusst wird wie von den wie auch vom doomigen Dröhnen der Giganten Earth und Sunn O))). Spring Stories beruft sich auf diese und fühlt sich gleichzeitig wie ein persönlicher Befreiungsschlag an, direkt aus dem Herzen kommend; berührend und großartig, wie der Frühling selbst.

Auf dem Album ist auch Frédéric D. Oberland zu hören, der in zwei Stücken Duduk und Altsaxophon spielt. Der Schlagzeuger von The Necks, Tony Buck, schüttelt und rasselt im letzten – und wirklich epischen – Stück Continuation, während sich die Welt ausrichtet und die Sonne über ihrer fast toten Gestalt aufgeht. © Text: Miasmah Recordings



Paul Régimbeau alias Mondkopf arbeitet als Musiker, DJ und Produzent. Als DJ spielte er schon u. a.Berghain oder The Boiler Room, um nur einige zu nennen. Zusammen mit Guillaume Heuguet hat er das Label „In Paradisum“ gegründet. Dort hat er ein Team von Künstlern zusammengebracht, die alle in der französischen Szene aktiv sind und deren Projekte internationale Anerkennung finden.

Er ist sehr aktiv und hat u.a. “Chimères (pour Ondes Martenot)” mit Christine Ott zusammen mit Frédéric D. Oberland produziert.

Frédéric D. Oberland ist dann auch die Überleitung zu den allerseits geschätzten Sturmvögeln: Oiseaux-Tempête, zu deren festen Manschaft er gehört. So sind die klanglichen Ähnlichkeiten zu Oiseaux-Tempête hörbar und das wird auch der Grund sein, warum mir seine Musik sofort gefiel.


Es hat eine gute Balance zwischen Drones und melodiösen Passagen, Frédéric D. Oberland bringt eine paar schöne und wohlklingende Farben ein. Und irgendwas klappert im letzten Stück 😉

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