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„Schwarz auf weiß“ Eine Kulturgeschichte des Papiers

Von Ulrich Land. Ohne Papier wäre die chinesische Kultur ebenso wenig denkbar wie die Aufklärung. Verträge wurden darauf festgehalten, Erfindungen dokumentiert. Doch nun heißt es, das Papierzeitalter sei an sein Ende gekommen. Stimmt das?

Es ist geduldig, verbreitet Wahrheiten und Lügen, fixiert Verträge und Liebesschwüre. Es verträgt kein Wasser und kein Feuer und hält lang, wenn auch nicht ewig. Die Rede ist von Papier, Grundlage und Träger der größten Medienrevolution der Geschichte. Ohne Papier wäre die chinesische Kultur ebenso wenig denkbar wie die Aufklärung. Die Frage, ob das Papierzeitalter an ein Ende gekommen ist, ist gar nicht leicht zu beantworten, denn obwohl schon viele Totenmessen gelesen wurden, werden in Deutschland immer noch fünf Zentner Papier pro Kopf verbraucht, 90 handelsübliche Packungen à 500 Blatt. 30 Blatt davon hat der Autor des Stückes abgezwackt, um eine kleine Kulturgeschichte des Papiers zu schreiben.



© Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 15.11.2023

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