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„SogeSong / Lula Pena“ Konzertmitschnitte vom 13. März 2017 aus dem Moments, Bremen

Es war ein Abend der Kontraste. Auf der einen Seite: Das Duo SogeSong aus Norwegen, das mittelalterliche Lieder präsentierte. Auf der anderen Seite die Weltenbummlerin Lula Pena aus Portugal, deren Songs vielfältige Bezüge aufweisen.

Lula Pena

Die Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Lula Pena stammt aus Portugal, ist im Zuge ihres rastlosen Lebens als Künstlerin allerdings weit rumgekommen. Längere Zeit lebte sie in Brüssel. Mittlerweile ist sie zurückgekehrt nach Lissabon. Das Singen, Spielen und Komponieren ist für die vielseitige, an verschiedenen künstlerischen Disziplinen interessierte Frau, nur eine Ausdrucksform. Stilistisch ist sie ähnlich offen: Da trifft Fado auf Anklänge an brasilianische Musikformen, auf Chanson, Blues, Jazz und mehr. Pena ist Autodidaktin. Als Gitarristin hat sie eine ganz eigene, stark rhythmisch akzentuierende Spielweise entwickelt. Konzerte der Portugiesin können mit ihrem fast bruchlosen Fluß eine fast spirituelle Intensität entfalten.

SogeSong

Am Ende dieses „Women in emotion“-Konzertes standen die drei Musikerinnen beisammen und tauschten sich und angeregt aus. Für viele im Publikum hatten beide Auftritte hörbar einen ganz besonderen Reiz. Anny Hytta und Oyonn Groven Myhren aus Norwegen sind seit Jahren unabhängig voneinander aktiv. Beide haben vielfältige Verbindungen quer durch die norwegische Folkszene. Bei SogeSong konzentrieren sie sich auf alte norwegische Lieder aus der Region Telemark. Beide singen, beide spielen Instrumente, die zum Teil Nachbauten nach mittelalterlichen Abbildungen sind. Ihre Interpretationen der Songs – meist dunkle Balladen – haben sie frei nachempfunden. Damit schlagen sie einen Bogen aus der Vergangenheit ins folkige Hier und Jetzt.


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© Nordwestradio in concert, 18.6.2017

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