„Stadt in Angst“ Hörspiel von Albrecht Kunze
In seinem neusten Stück entwirft Albrecht Kunze das unheimliche Szenario eines Zustandes konstanter Bedrohung und konstanter Angst vor Bedrohung. Wie in John Sturges Film „Bad Day At Black Rock“ (auf Deutsch: Stadt in Angst) geht es um eine Person …
… die sich an einem für sie unbekannten und jederzeit gefährlichen Ort zurechtfinden muss, die auf sich allein gestellt ist, und nun versucht, diesen Ort und der dort vorherrschenden Gefahr zu entkommen.
Anders als in Sturges Film bleibt die Gefährdung hier zwar unsichtbar, aber ist die Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit dennoch ständig präsent, da die Stadt in Angst in Kunze Stück ein Ort ist, an dem Bedroht-Werden und Sich-Bedroht-Fühlen eins sind. Ein alptraumhafter Ort, aber wie oft bei solchen Träumen nur ein kleinen Schritt von der Realität entfernt – wobei bei jedem Schritt nicht sicher ist, ob es der richtige ist.
Der Autor und Musikproduzent Albrecht Kunze thematisiert in seinen popmusikalischen Radioarbeiten (für den SWR zuletzt 2020 „Das Unsichtbare Dritte“) Erscheinungsformen von Kriegen, Krisen und Konflikten. Dabei stellt er die Protagonisten in unübersichtliche bis unerklärliche und stets bedrohliche Situationen, die es erfordern, innezuhalten und das Geschehen zu besehen und, wenn möglich, zu verstehen, will man lebend aus der Sache herauskommen.
„Stadt in Angst“ Hörspiel von Albrecht Kunze
Mit: Claudia Splitt, Nikola Duric, Clemens Giebel, Marie Löcker, Karolina Seibold, Veit Sprenger
Mix, Musik und Realisation: Abrecht Kunze
Produktion: SWR 2022 – Premiere