Musiktipps

Steph Richards über den Geruch von Musik: „Es riecht nicht schön!“

Es kommt immer auch auf die Intention hinter dem Sound an, sagt Steph Richards. Die kanadische Jazzmusikerin tritt beim Berliner Jazzfest auf. Von Maxi Broecking.

taz: Steph Richards, an der University of California San Diego unterrichten Sie musikalische Aufführungspraxis. Was beinhaltet diese genau?

Stephanie Richards: Ich lehre experimentelle Musik, Computermusik und zeitgenössische klassische Musik. Im Moment unterrichte ich die Musik von Anthony Braxton, mit dem ich schon seit über einem Jahrzehnt zusammen spiele. Er war selbst hier, um mit meiner Ensemble-Klasse über seine Musik zu sprechen. Es ist wichtig, dass die ältere Jazz-Generation, die die Musik für uns verändert hat, ihr Wissen weitergibt. Ich bin außerdem daran interessiert, auf welche Weise Räume beeinflussen, wie wir Musik hören und erleben. Ich untersuche ortsspezifische Improvisation. Dabei beziehe ich auch gerne Choreografien ein und arbeite mit Tanz oder anderen Formen der Bewegung.



© TAZ, Kultur, 1.11.2013

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