Swing Easy !: „El Rey“ – Der Mambo-König Tito Puente
Tito Puente wurde in den 1940er Jahren bekannt, als er bei Machitos legendären Afro-Cubans an den Timbales wirbelte. Der Jazz, den Machitos genialer Arrangeur Mario Bauzá in ihre Musik einschleuste, verwässerte ihre Musik nicht, er bereicherte sie.
Mit Karl Lippegaus
Schon Tito Puentes zweite Platte, „Abaniquito“ wurde durch weiße Radio-DJs verbreitet, und wurde auch ein Hit bei Leuten, die nicht zur Hardcore Latin-Fangemeinde zählten. Der Mambo, der seine Wurzeln in afro-kubanischen Religionen hatte, war die erste Latin-Musik, die in den USA auf weite Resonanz stieß.
Tito Puente, der als Sohn puertorikanischer Eltern in New York geboren wurde, bekam den Ehrentitel „El Rey – King of the Mambo“. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren wurde der Multiinstrumentalist und Arrangeur enorm erfolgreich. Über 120 Alben nahm er in seiner langen Karriere auf und zu seinen Meisterwerken zählt „Dance Mania“ aus dem Jahr 1958. Das Epizentrum des neuen Tanzfiebers wurde der „Palladium Ballroom“ in New York.
Tito Puentes Mambo-Bigband wirkte geradezu explosiv und diese geballte Energie wurde ihr Markenzeichen. Jazzmusiker wie George Shearing und vor ihm schon Charlie Parker suchten die Nähe des Königs, der sich mit seiner Musik langfristig etablieren konnte. Tito Puente war unverwüstlich und noch erfolgreich, als das Mambo-Fieber landesweit längst nachgelassen hatte.
© WDR 4, Swing Easy!, 22.3.2017
| Titel | Interpret |
|---|---|
| Hay Que Trabajar (Intro) | Tito Puente |
| Oye como va | Tito Puente |
| Airegin | Tito Puente |
| Dance Of The Headhunters | Tito Puente |
| El Rey Del Timbal | Tito Puente |
| Jo-Je-Ti | Tito Puente |
| Take five | Tito Puente |
| Tito’s Idea | Tito Puente |
| Point East Memories | Tito Puente |
| Skin Jam | Tito Puente |
| Picadillo Jam | Tito Puente |