Musiktipps

SZ Popkolumne: Auf die Zukunft, es lebe der Pop!

Es ist „List Season“, Zeit für Bestenlisten und Jahresrückblicke also. Eine kleine Bilanz der großen Pop-Bilanzen. Von Jens-Christian Rabe

List Season wird im Pop die fünfte Jahreszeit genannt, die letzten Wochen bis zum neuen Jahr, in denen die Kritiker der Musikzeitschriften und Online-Pop-Magazine ihre zehn, 20, 50 oder 100 Alben und Songs des Jahres küren. Keine Kunst führt so akribisch und kollektiv Buch über die Qualität seiner Jahresproduktion. Für manche ist das der Kleinkrämer-Horror des internationalen Pop-Geschmäcklertums schlechthin. Für die anderen die ganz große, unverzichtbare Kulturbilanzpressekonferenz. Wenn einen an Pop nicht nur der eigene, seit Jahrzehnten betonierte Musikgeschmack interessiert, dann ermöglicht es die List-Season in der Zusammenschau tatsächlich nicht nur, grandiose Musik zu entdecken, die man überhört hat, man bekommt auch einen tiefenscharfen Blick auf den Stand des Pop und seiner Rezeption. Blick man zurück auf die vergangenen zwei Jahrzehnte stellt man etwa fest, dass sich die Kritik über die auch heute noch als wegweisend betrachteten und populären Pop-Alben meist ziemlich einig war. Zauber der Schwarmintelligenz. Eine kleine Bilanz der großen Bilanzen – und ein paar Ergänzungen Ihrer Popkolumne des Vertrauens:



© SZ, Kultur, Popkolumne, 22.12.2020

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