The Bug „Fire“ Ready für die Überwältigung

„Mein größter Einfluss: regelmäßig mitansehen zu müssen, wie mein Vater meine Mutter verprügelt hat“, hat Kevin Martin auf die Frage nach musikalischen Schlüsselerlebnissen geantwortet. Mit dieser Erfahrung „kann man nicht aufhören, die Ungerechtigkeiten in der Welt infrage zu stellen“. Von Klaus Walter.

Kevin Martin hört auch auf „Fire“ nicht auf, dem neuen Album von The Bug. Nach 30 Jahren Musik ist der inzwischen in Brüssel lebende Brite noch immer on fire und bleibt dem sprechenden Namen seines Projekts verpflichtet. Bug ist die Wanze im Computer, to bug heißt: auf die Nerven gehen. Also geht uns Kevin Martin weiter auf die Nerven mit seiner Störgeräuschmusik, die Ungerechtigkeiten sind ja nicht weniger geworden. Seit 1997 lässt er bei The Bug Stile aufeinander prallen, die gemeinhin als unvereinbar gelten. Er beruft sich auf den Befreiungsjazz von Pharoah Sanders, auf den Götterdämmerungsnoise der Swans und den Wall Of Sound von My Bloody Valentine. Vor allem aber ist er Kind der britisch-karibischen Soundsystem-Kultur.



© TAZ, Kultur, 24.9.2021


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