„Träumt?“ Hörspiel über fortdauernde Traumata von March Höld

Der Krieg ist längst vorbei. Aber wenn es dunkel ist, sind sie wieder da, die Soldaten unterm Teppich. Existieren sie nur im Wahn des alten, einsamen Mannes? Doch auch die anderen Figuren erleben schmerzvolle Tagträume.

Das Unterbewusste als das unbekannte Land: Ob sie noch da sind, will er wissen, die Soldaten in der Stube unterm Teppich. „Du hast träumt, Vater“, sagt die Tochter, „der Krieg is vorbei. Scho lang.“ Aber wenn es finster ist, hilft ihm nicht mal seine Medizin, dann sind sie wieder da. „Was macht denn der Bub unterm Teppich? Ist er wieder auf Terroristenjagd?“, will ein anderer Mann wissen, vielleicht der Schwiegersohn des Alten. Erfahrungen und Erlebnisse werden weitergegeben, immer wieder bricht das Irreale in die vermeintliche Realität ein. Über die Generationen hinweg bewegen sich die Figuren auf einer Zeitreise durch Tagträume, Albträume und traumhafte Wirklichkeiten.



Träumt?
Von March Höld
Regie: Robert Matejka
Mit: Sigi Zimmerschied, Maria Hofstätter, Florian Teichtmeister, Stefanie Dvorak, Hannah Scheiner, Wenzel Votava
Ton: Herta Werner-Tschaschl, Katharina Böhm
Produktion: DKultur/ORF 2010

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 1.9.2021

March Höld, geboren 1976 in Eisenstadt, Österreich, schreibt Theaterstücke und Hörspiele. „Träumt?“ wurde 2007 beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens vorgestellt. 2013 erhielt sie das Dramatikerstipendium der Literar Mechana. Weitere Hörspiele: „Mindfuck“ (Eigenproduktion 2004), „Frau.Mann.See“ (ORF 2005). Theaterstücke: „Kein Funken Land“ (2014), „Prozess gegen die Krim /Mutterland“ (2015). „Träumt?“ war in der Endauswahl zum Hörspiel des Jahres 2010.

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