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Triumph über die Zeit – Nordirische Dichterfreundschaften. Von Michael Hillebrecht.

Nordirland ist ihre Heimat. Und trotz verschiedener Konfessionen waren sie Freunde: die Dichter Seamus Heaney (Literaturnobelpreisträger von 1995), Michael Longley, Derek Mahon und Paul Muldoon.

Politische Ereignisse haben den Lebensweg der vier berühmten zeitgenössischen Dichter aus Nordirland immer mit bestimmt. Gemeinsam führten Seamus Heaney (1939-2013), Michael Longley (geb. 1939), Derek Mahon (1941-2020) und Paul Muldoon (geb. 1951) in den 1960er Jahren die irische Poesie zu einer wirklichen Blüte.

Als Ende der 1960er Jahre dann der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland eskalierte, waren die Lyriker auch ganz persönlich von der furchtbaren Gewalt des anschließenden jahrzehntelangen Bürgerkriegs betroffen. 1979 veröffentlichte Michael Longley eine berührende Elegie an einen Freund, der von der IRA ermordet worden war.

Erst viele Jahre später kehrte mit dem Karfreitagsabkommen 1998 langsam ein fragiler Frieden zurück. Er wird durch den Brexit wieder auf eine harte Probe gestellt.




© Deutschlandfunk Kultur, Literatur, 28.8.2022

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