Der Komponist Karlheinz Stockhausen (1928–2007) spaltet die Geister. Sein Werk, der steten Erneuerung verpflichtet, droht hinter der Person zu verschwinden.…
Der heute neunzigjährige Christoph Caskel ist in jeder Hinsicht ein Pionier auf seinem Instrument. Er hat die Basis geschaffen, auf der sich das Schlagzeug in der Neuen Musik entwickeln konnte. Eine Sendung von Werner Klüppelholz.
Seit der UrauffĂĽhrung von Karlheinz Stockhausens „Zyklus“ (1959) galt Christoph Caskel als oberste Instanz fĂĽr das Schlagzeug in der Neuen Musik. In dieser Sendung erzählt der heute Neunzigjährige von seinen Anfängen mit einer Blechtrommel, welche Pionierarbeit bei Instrumentarium, Spieltechnik oder Notation er leisten musste, wie er die ersten StĂĽcke einstudiert hat („eine Quälerei“) und Caskel berichtet freimĂĽtig ĂĽber seine menschlichen Erfahrungen mit Stockhausen oder Kagel („Es war sonderbar“). Zu Wort kommt ein bedeutender Interpret Neuer Musik mit einem hervorragenden Erinnerungsvermögen.
© HR 2, Neue Musik, 12.5.2022
Hommage Ă Christoph Caskel
(nmz) – Zu Ehren von Christoph Caskel hatten ehemalige Studierende und Hochschulkollegen am 15. Januar zum Konzert in den Kölner Jazzclub Loft geladen. Das Geburtstagskonzert wurde von Hans Martin MĂĽller, dem BegrĂĽnder des Loft und frĂĽheren Hochschulkollegen von Christoph Caskel mit einer Laudatio eröffnet. Der Flötist MĂĽller erinnerte an das CimarrĂłn-Quartett, in dem beide mit dem Bariton William Pearson und dem anwesenden Gitarristen Wilhelm Bruck in den 1970er und 80er Jahren zusammen spielten. Dr. Tilmann Fischer, der Direktor der Rheinischen Musikschule Köln, bedankte sich bei ChrisÂtoph Caskel fĂĽr sein Engagement im Bereich des Schlagzeug-Nachwuchses und versicherte: „Die Rheinische Musikschule ist noch in 100 Jahren stolz, dass Christoph Caskel zum Kollegium gehörte.“



