Musiktipps

Was heute (vorgestern) geschah – 23. September 1926: John Coltrane wird geboren

Bei ihm fand das Jazz-Saxophon ganz neue Dimensionen. Der Amerikaner John Coltrane spielte mit einer Intensität wie keiner vor ihm. Kraftvoll, spirituell, hochkomplex – und auf ganz eigene Art schön war seine Musik. Von Roland Spiegel.

Sie ist noch immer Maßstab für junge Jazzmusiker der ganzen Welt, und das über fünf Jahrzehnte nach dem Tod des Musikers. Am 23. September 1926 wurde John William Coltrane in einem Ort namens Hamlet in North Carolina geboren.

Eine seiner berühmten Aufnahmen, „Welcome“, eingespielt 1965 in Englewood Cliffs, New Jersey, könnte gut der emphatische, nachgelieferte Soundtrack auf die eigene Geburt des Musikers sein: John William Coltrane wurde willkommen geheißen als Sohn einer tief religiösen Familie, die kurz vorher ihr erstes Kind verloren hatte. Geistliche Musik umgab Coltrane stets – durch einen Vater, der mehrere Instrumente spielte. Der Vater starb, als John 12 war. Von da an wurde für den Sohn die Musik noch mehr zum Mittelpunkt.



© BR Klassik, 23.9.2021

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