„Wittener Tage für neue Kammermusik 2017“ Die Konzerte vom 7.5.2017

Sie zählen zu den bedeutenden musikalischen Ereignissen in NRW: die Wittener Tage für neue Kammermusik.
Bereits zum 49. Mal haben Liebhaber zeitgenössischer Musik seit Freitag (05.05.2017) die Gelegenheit, neue und bislang ungehörte Werke zu erleben und besondere Kleinode der Stadt Witten zu entdecken.

 

WITTEN 2017 [5] MIT ETWAS EXTREMISMUS

Das fünfte Konzert, mit dem Arditti String Quartet und dem Ensemble Modern, bietet neben einem Witten-Klassiker von Nicolaus A. Huber zwei neue Werke aus der Feder von Philippe Hurel und Christopher Trapani.

Philippe Hurel
Werk für Streichquartett Uraufführung

Nicolaus A. Huber
Mit etwas Extremismus für Oboe, Klarinette, Posaune, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass und 5 Schubladen mit Cassettenrecordern

Christopher Trapani
PolychROME für Ensemble Europäische Erstaufführung

Arditti String Quartet
Ensemble Modern
Brad Lubmann, Leitung

 

WITTEN 2017 [6] EMOTIONALE RESTE

Wenn das WDR Sinfonieorchester Köln in Witten drei Uraufführungen aus der Taufe hebt, prallen Welten aufeinander. Nicolaus A. Huber steht für die radikale geistige Durchdringung des Materials, während Eun-Hwa Cho in ihrem Werk das Konzept der Differenz und Wiederholung des französischen Philosophen Gilles Deleuze aufgreift.

Philippe Manourys (kleines) Klarinettenkonzert verspricht beides: hintergründigen Humor und sinnliche Klangerfahrungen. Am Pult des WDR Sinfonieorchesters, das in kammerorchestraler Besetzung nach Witten reist, steht der junge spanische Dirigent Pablo Rus Broseta.

Nicolaus A. Huber
Split Brain (2015) mit vorausgehendem Solo-Shrug („emotionale Reste“)
für Kammerorchester mit Zuspielung, Kompositionsauftrag der Stadt Witten
mit Unterstützung der Kunststiftung NRW, Uraufführung

Eun-Hwa Cho
Jouissance de la différence II (2017) für Kammerorchester
Kompositionsauftrag der Stadt Witten, Uraufführung

Philippe Manoury
Concerto (2016-2017) für Klarinette und Kammerorchester
Kompositionsauftrag des WDR, des Orchestre de Chambre de Paris,
der Tokyo Sinfonietta und der Hong Kong Sinfonietta, Uraufführung

  • Thorsten Johanns, Klarinette
  • WDR Sinfonieorchester Köln
  • Pablo Rus Broseta, Leitung

 

WITTEN 2017: NEWCOMER KONZERT

Das Newcomer Konzert am Freitagnachmittag bildet seit 2012 den Auftakt des Wittener Konzertreigens. Es ist Teil des Labors, das 2007 ins Leben gerufen wurde und gemeinsam mit der Musikhochschule Köln durchgeführt wird.

Das Labor richtet sich an Studentinnen und Studenten – mit Probenbesuchen, Vorträgen und Workshops. Das Newcomer-Konzert, das von der Nachwuchs-Formation des Ensemble Modern (IEMA) bestritten und von der Kunststiftung NRW unterstützt wird, steht jungen Komponisten als Forum offen. Das Programm bietet eine Auswahl der Werke, die von Studierenden des Fachs Komposition eingereicht wurden. Die Entscheidung darüber trifft ein Reading Panel, an dem Johannes Schöllhorn (Musikhochschule Köln), Johannes Schwarz (Internationale Ensemble Modern Akademie) und Harry Vogt (WDR) beteiligt sind.

IEMA Ensemble 2016-2017

Takuya Imahori
Accumulation (2013) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug
Farzia Fallah
Lalayi (2017) ein Schlaflied für Sohrab, für Streichtrio
Neil Tómas
Smith Knocking on Newton’s Skull (2014)
Elena Rykova
You exist (2016) für Violoncello und Schlagzeug
Daniel Verasson
56 bögen (2017) für Violine, Viola, Violoncello und Klavier,
Marcílio Onofre
Inane II (2010) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier

Aufnahme vom 5. Mai 2017 aus dem Märkischen Museum, Witten

Redaktion: Harry Vogt
Moderation: Michael Rebhahn

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