Zukunftsaussichten (1/4): „Wie global denken wir die Zukunft?“ Von Shida Bazyar, Emma Braslavsky, Patricia Anin und Matthias Lohre
Literatur als Erkenntnismaschine: kurze Essays über die Globalisierung, über Identität, Konzepte des lebenswerten Lebens und die Zukunft der Literatur. „Essay und Diskurs“ sendet im August Texte von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die beleuchten, was uns kommende Zeiten bringen.
Im Rahmen des Festivals „Und seitab liegt die Stadt“ haben die Schriftstellerinnen Shida Bazyar und Emma Braslavsky zur Diskussion über das Thema „Zukunft“ geladen. Die Essays wurden im Mai 2022 im Literarischen Colloquium Berlin von den Autorinnen und Autoren vorgestellt. Deutschlandfunk „Essay und Diskurs“ präsentiert ein Labor, in dem sich schon jetzt Alternativen für spätere Lebensweisen austesten lassen und die unterschiedlichsten Perspektiven über den Fortgang der Menschheit zur Sprache kommen.
Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller machten sich Gedanken über den Stand der Globalisierung und die deutsche Identität in der Migrationsgesellschaft. Sie prüfen, wieviel Individualismus und Gemeinsinn der Gesellschaft zuträglich sind. Sie entwerfen Konzepte zur Ernährung der Menschheit und zu einem nachhaltigen Wirtschaften in lebenswerten Städten. Sie suchen Antworten in einer Welt zwischen Digitalisierung und der Weltflucht ins Analoge. Sie überlegen, wen wir in den literarischen Kanon aufnehmen werden und wie wir in Zukunft lesen und schreiben werden.
© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 7.8.2022