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Zum 25. Todestag von Heiner Müller „Arbeiter im Steinbruch der Literatur“

Auch international gilt Heiner Müller als wohl bekanntester ostdeutscher Dramatiker. Dabei verstand er es, zwischen Ost und West zu oszillieren. Hier wie dort wühlte er in den Trümmern der Kultur, um Neues – etwa seine „Hamletmaschine“ – daraus zu bauen. Am 30. Dezember 1995 starb Müller mit 66 Jahren.

1992, kurz nach der Wende, als der Dramatiker und Regisseur Heiner Müller diese Erfahrung T.S. Eliots für sich in Anspruch nahm, galt er in der öffentlichen Wahrnehmung noch überwiegend als ideologischer Hardliner. Noch als er am 30. Dezember 1995 starb, hielten ihn viele für statuarisch, dogmatisch und verkniffen. Hatte doch selbst der Literatur- und Theaterkritiker Joachim Kaiser in seiner hymnischen Lobrede auf Müllers Autobiographie „Krieg ohne Schlacht“, von den „grandiosen Trümmern eines rachsüchtigen Ichs“ gesprochen.

„‘Der Druck der Erfahrung treibt die Sprache in die Dichtung‘ – das heißt, man schreibt einfach besser, wenn der Erfahrungsdruck höher ist.“

Heiner Müller

© Deutschlandfunk Kultur, Kalenderblatt, 30.12.2020

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