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Zum Tod des Popkritikers Mark Fisher „Depression und Kapitalismus“

Mark Fisher galt als einer der wichtigsten Popkultur-Denker. Er betrachtete die Digitalisierung radikal politisch. Im Zustand der Popkultur sah er die Auswirkungen des digitalen Kapitalismus auf unser Denken und Fühlen. Nun hat er sich mit 48 Jahren das Leben genommen.

Von Hartwig Vens

Die Nachricht, dass der britische Popkritiker und Kulturtheoretiker Mark Fisher kam wie ein Schock. Nur 48 Jahre alt hat er sich, wie seine Frau Zoë auf seiner Facebook-Seite schreibt, nach einer siebenmonatigen Depression das Leben genommen.

Mark Fisher war für meine Begriffe der wichtigste Popkultur-Denker der letzten 20 Jahre. Gerade, wenn man Popkultur – also bei ihm vor allem Musik und Kino – als Ausgangspunkt nimmt, um unsere gesellschaftlichen Verhältnisse zu analysieren. Er schrieb für den „Guardian“, war Autor und Redakteur der weltweit führenden Avantgarde-Zeitschrift „The Wire“ und lehrte am Londoner Goldsmith College. – Für den Philosophie-Guru Slavoj Zizek war sein Buch „Kapitalistischer Realismus „die beste Krisendiagnose, die wir haben“ und Comedian-Superstar Russel Brand hielt das Buch mit dem Wort „brillant“ in seine Youtube-Kamera.

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© Deutschlandradio Kultur, Kompressor | Beitrag vom 16.01.2017

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