Zwischen den Rillen: Mammal Hands „Von Straßenmusik zum Naturklang“

Dass die Brüder Jordan und Nick Smart ihren Bandkollegen, den Perkussionisten Jesse Barrett, ausgerechnet als Straßenmusiker in ihrer britischen Heimatstadt Norwich kennengelernt haben, wirkt angesichts ihres immersiven Sounds als Ambientjazz-Combo Mammal Hands umso erstaunlicher. Von Stephanie Grimm.

 Schließlich muss man beim Musizieren auf der Straße prompt eine Verbindung zum Publikum herstellen. Fürs langsame Hypnotisieren, wie es die Mammal Hands auf ihrem neuen Album „Gift From The Trees“ zelebrieren, bleibt da kaum Zeit.



„Gift from the Trees“ ist jetzt ein bemerkenswerter Schritt in Richtung Unverwechselbarkeit. Standen beim Vorgänger „Captured Spirits“ neoklassische Elemente etwas ungelenk neben jazzigen Momenten, verschmilzt diesmal alles nahtlos: zu einem organisch groovenden Ambient-Jazz-Klassik-Amalgam, in dem dank der indischen Perkussionselemente auch ein bisschen Weltgeist steckt.

© TAZ, Kultur, 12.5.2023


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