Radiotipps für den 11.10.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.

0:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht

Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Hörens-werte Sidemen (57): „Sie nannten uns Marsmenschen” – zum 100. Geburtstag des Bassisten Ray Brown
Mit Marcus A. Woelfle


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Klang und Haltung“ Die Klangspuren Schwaz unter neuer Leitung
Von Egbert Hiller (Wdh. v. 06.10.2026)

„Love is louder“ lautet das Motto der Klangspuren Schwaz 2026. Als neuer künstlerischer Leiter setzt der Trompeter Marco Blaauw beim Tiroler Festival neue Akzente.


01:03 Uhr Ö1 Jazznacht-Stunden aus dem Archiv

Gerald Preinfalk beim Salzburger Jazzherbst 2007
Am 29. Oktober 2007 präsentierte der 1971 in Freistadt geborene Saxofonist und Komponisten Gerald Preinfalk im Publikumsstudio des ORF Salzburg ein zweiteiliges Programm, das unterschiedliche Besetzungen und musikalische Klangwelten miteinander verband.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Regisseurin Doris Dörrie im Gespräch mit Tanja Runow
Komödien mit Witz und Tiefgang sind ihre Königsdisziplin („Männer“ 1985). Sie ist nicht nur eine der erfolgreichsten Filmemacherinnen Deutschlands, sondern auch eine große Erzählerin der Gegenwart, so auch in ihrem neuesten Film mit Angela Winkler.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Sprengstoff fürs Gehirn – Wie Psilocybin bei therapieresistenter Depression helfen kann
Von Benjamin Voßler

Die Einnahme von Psilocybin verändert das Bewusstsein. Das schätzen seit vielen Jahrzehnten nicht wenige Drogenfreunde, Psychonauten und Esoteriker. Aber kann der Wirkstoff, der sich in etwa 200 Pilzarten findet, auch psychisch kranken Menschen mit einer therapieresistenten Depression helfen? Erste wissenschaftliche Studien scheinen das nahezulegen.


15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie

Peter Tschaikowsky: Der Wille zum Glück – Genie und Handwerk (1871-1873)
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (3/9)


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Heiße Zeichen, kalte Zeichen – Michel Foucault jenseits von Literatur und Strukturalismus
Von René Aguigah

Michel Foucault hat mit seinen Studien über Macht- und Ausschlusssysteme nach neuen Spielregeln des Denkens gesucht. Vor 100 Jahren wurde der französische Philosoph und Psychologe geboren.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Blitzlichter“ von Ilse Aichinger
Regie: Ulrich Lampen BR 2002

Blitzlichter, Filmbilder, Worte. Ilse Aichinger erzählt auf eigenwillige Art eine Autobiographie, die sich im Wesentlichen über Kinobesuche definiert. Bei Kriegsausbruch 1939 war Ilse Aichinger im Kino, bei Kriegsende übermittelte ihr eine Kinokassiererin eine Nachricht über deportierte Verwandte: Film und Verhängnis. Filme sind für sie mehr als nur Filme: So denkt sie anlässlich von Stan Laurel und Oliver Hardy über die Absurdität der Existenz nach – oder sie spürt der Bedeutung und Wichtigkeit dessen nach, was John Huston bei seiner Verfilmung von „Der Malteser Falke“ weggelassen hat.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Interpretationen

„Wahrhaftiger als die Wirklichkeit“ „Háry János“ und andere Werke von Zoltán Kodály
Gast: Steffen Schleiermacher, Komponist und Pianist

Moderation: Olaf Wilhelmer
Als Singspiel in ungarischer Sprache war „Háry János“ nicht für die internationale Verbreitung prädestiniert. Die Orchestersuite daraus aber wurde zu Zoltán Kodálys erfolgreichstem Werk.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Ambivalente Lieder für die Gegenwart“ Die österreichische Band Endless Wellness
Von Anke Behlert

Endless Wellness spielt ruppige Indierock-Songs mit Fuzz-Gitarren und übersteuerten Klangflächen – eine Wohltat!
Endless Wellness – endloses Wohlbefinden – von diesem Namen sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Musik des Quartetts aus Österreich ist für wohlige Hintergrund-Berieselung im Spa denkbar ungeeignet. Endless Wellness spielt ruppige Indierock-Songs mit Fuzz-Gitarren und übersteuerten Klangflächen. Die obskur-poetischen Texte schreibt Sänger Philipp Auer, sie handeln von Zukunftsängsten, Kontrollverlust oder dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und Überforderung. Dabei verfällt er nie ins Parolen-Hafte, sondern schildert Erfahrungen und Widersprüche. Schon mit dem ersten Song „Hand im Gesicht“ landete Endless Wellness 2023 auf Platz 1 der FM4-Radiocharts. 2024 erschien das Debütalbum „Was für ein Glück“, das für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert war. Im Oktober erscheint der Nachfolger „Domino Days“.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

„Ich laufe erstmal los! Mal gucken, was mir da begegnet…“ – der Kabarettist Bodo Wartke
Bodo Wartke liebt die Überraschung beim Kreativsein. Und er geht noch weiter: Experimentieren, Lösungen suchen und finden – diese Gabe hat die Menschheit in ihrer Geschichte schon öfter bewiesen, sagt er. Es gibt uns noch, trotz Weltuntergangsszenarien! Berufsoptimist Bodo Wartke ist der lebendige Beweis.


18:00 Uhr HR 2 Feature

„Bücher, Bonzen und Poeten“ Karl Corinos Magazin „Transit – Kultur in der DDR“ – 1973 bis 1990
Von Roman Grafe

Karl Corinos Beiträge zur DDR-Literatur, die er als Redakteur und Moderator des HR-Hörfunkmagazins “Transit“ zwischen 1973 und 1990 veröffentlichte, sind Zeugnisse einer Epoche – Porträts und Interviews, Rezensionen und Bilanzen. Alles längst “versendet“ oder als Artikel verstreut in Zeitungs-Archiven.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Das Diamantenhalsband“ Hörspiel von Günter Eich
Nach der Novelle „La Parure“ von Guy de Maupassant

Komposition: Rolf Unkel
Hörspielbearbeitung: Günter Eich Regie: Paul Land
(Produktion: SDR 1950)
In präziser, scheinbar nüchterner Sprache erzählt das Hörspiel von Günter Eich nach der Novelle von Guy de Maupassant eine Geschichte, die weit über ihre Zeit hinausweist. „Das Diamantenhalsband“ ist ein bitteres Lehrstück über gesellschaftliche Illusionen, Stolz und Selbsttäuschung.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„1001 Nacht – Frau Pfau und die Ente“ Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
Auswahl der Geschichten: Safiye Can
Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz und Roxana Samadi
Regie: Judith Lorentz
Besetzung: Kathi Bonjour
Komposition: Philipp Johann Thimm
Musik: Philipp Johann Thimm, Roshanak Rafani (Percussion), Nabil Arbaain (Oud)
Ton und Technik: Andreas Stoffels und Susanne Beyer
Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt und Delia Lang
Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke Deutschlandfunk 2026
Anschließend: Arabische Handschriften – Hat 1001 Nacht ein Ende?
Gespräch von Sabine Küchler mit Claudia Ott
Deutschlandfunk 2026


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Miles Davis 100 (2)
hr-Bigband feat. Axel Schlosser, cond.by Miho Hazama, Alte Oper Frankfurt, Mai 2026, Teil 2


19:03 Uhr WDR 3 Jazz

The Hub: Der Trompeter Freddie Hubbard. Mit Karsten Mützelfeldt
So kraftvoll und bissig der Ton, so lyrisch war er in Balladen. Freddie Hubbard wurde in den 1960er Jahren zu einem der wichtigsten Vertreter des Hardbop und später zu einem der Stars des Jazzrock.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„BBC Proms“ Royal Albert Hall, London
Vítìzslava Kaprálová: Suita rustica op. 19
Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30
Leoš Janáček: Sinfonietta op. 60
Lukáš Vondráček, Klavier; BBC Symphony Orchestra
Leitung: Jakub Hrůša
Aufzeichnung vom 01.09.2026


20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton

Zeitfluss zwischen Ritualen und Houellebecq
Mitschnitt vom ORF musikprotokoll im steirischen herbst mit drei Uraufführungen und einer österreichischen Erstaufführung.
Am Schlusstag des 59. ORF musikprotokoll im steirischen herbst senden wir ein Konzert, das beim Festival am Freitag, 9. Oktober 2026, in der Helmut List Halle aufgenommen worden ist. Musik, die mit Gewohnheiten bricht; inspiriert von Ritualen, Ikonen, Psychoakustik und Houellebecq. Das Ensemble Zeitfluss spielte Werke von Sânziana-Cristina Dobrovicescu, Daniel Oliver Moser, Clemens Nachtmann und Klaus Lang.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Märchenhaftes vom Moers Festival 2026. Mit Antje Hollunder
Lakecia Benjamin
Skylar Tang Quartet
Gordon Grdina’s RU’YA feat. Ghalia Benali
Bonbon Flamme
Aufnahmen vom 23. und 25. Mai vom Kastellplatz


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

So wirst du ein Alpha! „Nicht mehr mein Land“
Von Ali Gutsfeld BR 2026

Juri will das Beste rausholen, aus sich und seinem Leben. So wie viele junge Männer holt er sich Tipps dafür von Influencern. Es gibt unendlich viel Content dazu, wie man sich als Mann in der Welt zurechtfinde, wie man stark und erfolgreich wird.
Juri helfen die Botschaften von Andrew Tate, dem König der so genannten Manosphere. Aber Tate steht auch für Frauenhass und Gewalt. Er ist wegen Sexualdelikten festgenommen worden. Juri schreckt das nicht ab. Oder doch?


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Das Gewehr lebt“ Von Irmgard Maenner
Regie: Judith Lorentz Deutschlandradio Kultur 2006

Der Moment, in dem ein Mensch zum ersten Mal in seinem Leben eine Schusswaffe hält, ist ein ganz besonderer. Welche Beziehung gehen Menschen zu ihren Waffen ein? Und was macht die Waffe mit den Menschen?


20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton

S.E.T.I. beim ORF musikprotokoll
Eine Reise ins Weltall auf der Suche nach dem innersten Selbst

Anfang der 1990er-Jahre gründete Andrew Lagowski sein Solo-Projekt S.E.T.I., mit dem er auch auf das gleichnamige kalifornische Institut aufmerksam machen wollte, das sich seit 1984 der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz widmet. Als musikalisches Ausgangsmaterial dienen dem Künstler durch das Internet schwirrende Files von extraterrestrischen Schwingungen, die von Wissenschaftler:innen im Rahmen diverser Raumfahrtprogramme eingefangen und in Klang übersetzt wurden. Aber auch die Klänge selbst imaginierter Kommunikationsformen mit außerirdischen Lebensformen fließen in die Musik ein.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

Die transzendente Trompete – Susana Santos Silva. Von Odilo Clausnitzer
„Openness“ ist für Susana Santos Silva die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Improvisation und das offene, freie Spiel die intensivste Art des Musizierens. Die in Schweden lebende, portugiesische Musikerin gehört zu den profiliertesten Improvisatorinnen ihrer Generation. Immer wieder aber tritt sie auch als Interpretin Neuer Musik, als Komponistin oder interdisziplinäre Performerin in Erscheinung. In diesem Jahr ist sie zu Gast bei den Donaueschinger Musiktagen – als Solistin mit dem SWR Symphonieorchester und im improvisierenden Duo mit der Geigerin Aisha Orazbayeva.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

Zukunft, weiblich. Zukunft, männlich.
Zwei Gespräche von der Frankfurter Buchmesse

Mit Sharon Dodua Otoo, Illona Hartmann, Tristan Horx und Riccardo Simonetti
Moderation: Christine Watty und Wiebke Porombka
Zwei Frauen, deren Leben auf den Kopf gestellt wird, stehen im Mittelpunkt der neuen Romane von Sharon Dodua Otoo („So, in etwa, ist es geschehen“) und Illona Hartmann („Junk“). Sie müssen die eigene Vergangenheit neu ordnen und ihre Zukunftspläne revidieren. – Über die Zukunft des Mannes und die Frage, was Männlichkeit überhaupt ausmacht, geht es in den aktuellen Büchern von Tristan Horx und Riccardo Simonetti.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Jenseits der Technik – Was wir heute von Star Trek lernen können
Von Isabella Hermann

Star Trek gilt als der große utopische Science-Fiction-Entwurf schlechthin. Doch Utopie bedeutet hier mehr als bloßer technischer Fortschritt wie Sprachcomputer, Holodecks und Weltrauminfrastruktur. Im Zentrum steht vielmehr eine Gesellschaft, die Demokratie, Vernunft und Humanismus über materiellen Besitz stellt. Dieses Zukunftsuniversum ist dabei kein abgeschlossener Idealzustand, sondern ein ständiger Prozess des Aushandelns und Verbesserns. Star Trek zeigt uns, dass Zukunft gerade nicht allein durch technologische Innovation entsteht, sondern vor allem durch neue gesellschaftliche Ideen.


23:03 Uhr BR Klassik – Musik der Welt

„Gesungene Leidenschaft“ Die argentinische Tango-Sängerin Ximena Gimenez
Von Michaela Fridrich

Beim Tango denkt manch einer an temperamentvolle Rhythmen, melancholische Blicke und eng umschlungene Tanzpaare. Seltener hingegen an gesungene Texte voller Leidenschaft und Herzschmerz. Dabei stand Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur der Tanz an der Wiege des Tangos in Buenos Aires, sondern auch der Gesang. Darin beklagten Einwanderer aus Südeuropa aber auch afrikanische Sklaven ihr elendes, von Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Prostitution geprägtes Leben in den Hafenvierteln. Ab den 1920er-Jahren wandelten sich mit Star-Sängern wie Carlos Gardel die Themen. Es ging um Eifersucht, Begehren und Liebeskummer. In dieser Tradition des argentinischen Tango-Liedes ist auch die Sängerin Ximena Gimenez groß geworden. Sie ist heute eine gefragte Interpretin des Genres in Buenos Aires. Für Gimenez ist der Tango mehr als nur ein Musikstil – schon eher eine Welt, in der Liebe, Leidenschaft und Drama eine Verbindung miteinander eingehen. Und diese Welt will nicht einfach nur besungen, sondern gebührend in Szene gesetzt werden. Das kommt nicht nur der stimmlichen Begabung der argentinischen Künstlerin entgegen. Sie kann dabei auch ihre Wandelbarkeit zeigen und ihrer Lust an der Inszenierung freien Lauf lassen.


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