26 mal Arto Lindsay. Eine interessante Musikauswahl mit Arto Lindsay, einem Musiker, dessen Gitarrenspiel man sofort erkennt und der sich…
Mit David Moss springen wir gut 40 Jahre zurück. Zu den LPs, die ich noch heute voller Stolz besitze. Und David Moss spielte 1985 mit Joe Sachse im Konzert zur Eröffnung meines Jazzclubs in meiner Heimatstadt. So etwas vergisst man nicht.
Wenn ich heute seine Musik höre, dann springt wieder dieser Funke über, der auch schon das Publikum 1985 begeistert hat. Und genauso, wie er es in seinen Gedanken für diese Veröffentlichung beschrieben hat, war es auch: schnell, roh, neugierig und herrlich unwiederholbar. Einfach ein unvergessliches Konzert!
Ich bin überrascht, wie gut diese Musik auch heute noch klingt. Dass dieser Geist aus New York auch im Jahr 2026 noch immer fesseln kann, ist beeindruckend. David Moss spielt und improvisiert voller Lust – ohne Grenzen im Kopf. Seine Mitmusiker Arto Lindsay, John Zorn, Christian Marclay, Wayne Horvitz und Tom Cora waren in jenen Jahren die Musiker, die in New York den Ton angaben. Mit ihrer kompromisslosen Suche nach neuen Ausdrucksformen setzten sie ihre Vorstellung von Musik um.
Allein die Gedanken zu den Veröffentlichungen von David Moss und Fred Frith sind ihr Geld wert. Denke ich. Nie waren sie kompromissloser und neugieriger als bei diesen Aufnahmen.
Sicher höre ich diese mir vertraute Musik anders als jüngere Hörer. Ich hoffe sehr, dass auch dort jener Funke überspringt.




Tolle Interviewschnippsel!! Vielen Dank. Ich habe diese Musik in den frühen 90ern entdeckt, und obwohl ich sie nie verstanden habe, fand ich alles daran faszinierend.
P. S.: Moss und Sachse spielten übrigens zusammen mit George Lewis 1987 diese tolle CD ein, die später nochmal neu aufgelegt wurde (ich habe die ITM-CD hier im Regal):
https://www.discogs.com/de/release/1962153-Joe-Sachse-David-Moss-George-Lewis-Berlin-Tango
Ich kann dir nur zustimmen, Lucky. Die Gedanken von Fred Frith und David Moss zur „Dense Band” sind sehr wichtig und informativ. Gerade die Art und Weise, wie die Aufnahmen dazu entstanden sind, und auch einzelne Titel sind von Interesse. Am besten hörst du dir das ganze Album noch einmal an, nachdem du es gelesen hast! Das Verrückte dabei ist: Ich hatte das schon geschrieben, aber diese Musik funktioniert heute immer noch und wie !
Im aktuellen ‚Jazz Podium‘ Magazin ist übrigens ein toller Artikel über David Moss abgedruckt (ich habe das Magazin seit neuestem abonniert… etwas, was ich nie zuvor gemacht habe!).