„Bowing“ – dem Geiger und Komponisten Jean-Luc Ponty zum 80. Geburtstag

Die Musik von Jean-Luc Ponty ist Balsam in dieser Zeit, in der Grenzen schmerzlicher denn je spürbar sind, hat sich der Franzose doch von Anfang an und bis heute dem Jazz ohne konventionelle und geografische und technische Grenzen verschrieben. Von Marianne Therstappen.

Die Musik von Jean-Luc Ponty ist Balsam in dieser Zeit, in der Grenzen schmerzlicher denn je spürbar sind, hat sich der Franzose doch von Anfang an und bis heute dem Jazz ohne konventionelle und geografische und technische Grenzen verschrieben.
Jean-Luc Ponty wurde am 29. September 1942 in Avranches in der Normandie geboren. Beide Eltern lehrten Musik. Er durchlief eine klassische Musikausbildung, spielte Klavier, Blasinstrumente, Geige. Und dann entdeckte er den Jazz: offen für Improvisationen. Das gefiel dem Komponisten, dem Multi-Instrumentalisten und dem Elektronik-Tüftler Jean-Luc Ponty.

Frieden zwischen den Völkern ist ein Anliegen von Ponty
Geige, Keyboard plus Elektrotechnik gleich „Fusion“ in den 1970er Jahren war für ihn das eine Element, die Impressionen der Kulturen von und auf anderen Kontinenten bildeten das andere. Frieden zwischen den Völkern ist ihm ein Anliegen. Jean-Luc Ponty’s klassischer europäischer Hintergrund blitzt bei seiner Musik immer wieder hervor und leitet ihn beim Streichen des Bogens über die Saiten der Geige – „Bowing“. Und „to bow“ bedeutet, unter anderem, sowohl „geigen“ als auch „sich verbeugen“.

Und wir verneigen uns vor seiner Kunst, die fast auf den Tag vor einem halben Jahrhundert auch im NDR Jazzworkshop in Hamburg zu erleben war. Im Round Midnight gratuliert Marianne Therstappen dem Jubilar Jean-Luc Ponty zum 80. Geburtstag.



© NDRKultur, Round Midnight, 28.9.2022

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