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Heute Abend 21.05 Uhr WDR 4
Swing easy!: Der französische Geiger Jean-Luc Ponty

Mit Karl Lippegaus
Jean-Luc Pontys Herz schlug für die Moderne. Der Sohn eines Musiklehrer-Paares aus Avranches/Normandie studierte klassische Violine am Pariser Konservatorium und fand damals rasch durch Miles Davis und John Coltrane zum Jazz.

Nicht vielen Europäern im Jazz gelang eine so glänzende Karriere in den USA wie Jean-Luc Ponty. Anfangs als „Coltrane der Geiger“ in seinem Heimatland Frankreich gefeiert, stieß die Musik, die er an der US-Westküste erst mit Frank Zappa, John McLaughlin und George Duke machte, bei den Jazzpuristen daheim zum Teil auf heftige Ablehnung. Jean-Luc Ponty ließ sich jedoch nicht beirren und folgte seiner musikalischen Vision. Und er erfand für die Violine eine neue Rolle im Jazz. Ab 1975 nahm Ponty in Amerika eine ganze Serie von Soloalben auf, die jetzt wieder neu aufgelegt vorliegen; fast alle landeten seinerzeit unter den Top Ten der Billboard Jazz Charts. Ausgerechnet mit einem im Jazz bis dahin kaum verbreiteten Instrument wurde Ponty einer der erfolgreichsten Künstler der Fusion-Music.

Ab Mitte der 60er Jahre war der französische Geiger nicht nur als Sideman in ganz Europa stark gefragt, sondern leitete auch schon eigene Bands. Bald drang sein Ruf bis nach Kalifornien, zu Frank Zappa: Er wurde Mitglied der „Mothers of Invention“ und spielte auf Alben wie „Hot Rats“, „Over-nite Sensation“ und „Apostrophe“.

Wie Zappa hatte auch John McLaughlin immer eine Schwäche für große Geigenkunst und engagierte Ponty für sein neu formiertes Mahavishnu Orchestra. In dieser Ausgabe von Swing easy! stellt Karl Lippegaus Highlights aus Jean-Luc Pontys Schaffen der Jahre 1975-83 vor.

© WDR4, Text: Karl Lippegaus

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