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Das besondere Konzert: Das „12 Ensemble“ spielt Max Richter

Was passiert, wenn sich ein zeitgenössischer Komponist seinen eigenen Reim auf Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ macht? Der deutsch-britische Komponist Max Richter hat einen Versuch gestartet – und das „12 Ensemble“ trug die „Vivaldi’schen Jahreszeiten à la Richter“ im Londoner Kings Place vor.

Als „Post-Klassiker“ hat sich Max Richter 2004 mal im Zusammenhang mit seinem Kafka-Projekt „The Blue Notebooks“ bezeichnet. Damals hat Max Richter mit der Schauspielerin Tilda Swinton zusammengearbeitet. Richter ist in Hameln geboren, aber in Großbritannien aufgewachsen – und auch musikalisch ein Weltenwanderer, der sich gern von japanischen Autoren inspirieren lässt, mit Choreographen zusammenarbeitet, Musik für Film und Fernsehen schreibt – oder auch mal in ungewöhnlichen Projekten wie „Sleep“ achteinhalb Stunden lang buchstäblich für Nachtruhe sorgt.

Nun hat sich Max Richter den Klassiker von Antonio Vivaldi vorgenommen – und die „Vier Jahreszeiten“ in Zusammenarbeit mit dem Londoner „12 Ensemble“ auf seine Art neu umgesetzt: „Four Seasons: Recomposed“ heißt das Projekt, aus dem auch ein Album entstanden ist. Ein Kritiker des „Guardian“ hat es so umschrieben: „Teil des Hörvergnügens ist, dass die Ohren ausgetrickst werden von dem, was sie vom Original erinnern: Diese Ohrwürmer treiben unerwartete Dinge – was in einer Hörerfahrung mündet, die ebenso irritierend wie voller merkwürdiger Glücksmomente ist.“


Max Richter: Journey (CP1919) In Flac

Vivaldi/Max Richter: The Four Seasons Recomposed In Flac

Max Richter: On the Nature of Daylight In Flac

Eloisa-Fleur Thom, Violine
12 Ensemble

Max Richter: Journey (CP1919)
Vivaldi/Max Richter: The Four Seasons Recomposed
Max Richter: On the Nature of Daylight

(Aufnahme vom 30. Oktober 2021 aus dem Kings Place London)

© HR 2, Konzertsaal, 1.5.2022

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