Zündfunk: „Der Innovator“ Das Werk des Produzenten Lee „Scratch“ Perry mit Roderich Fabian
Bob Marley mag derjenige sein, der die Musik Jamaikas in der Welt verbreitete, aber Lee „Scratch“ Perry war der Mann, der das Spektrum der Reggae-Musik wie kaum ein anderer erweiterte und schon in den 70er Jahren die Grundlagen für die moderne Popmusik späterer Dekaden legte.
Perry stieg schon in den späten Sixties ins Produzenten-Business ein, landete mit den „Upsetters“ frühe Reggae-Hits, verlegte sich aber nach Verbreitung der Mehrspurtechnik bald verstärkt auf den sog. „Dub-Reggae“, bei dem die einzelnen Elemente einer Aufnahme so gedehnt, verkürzt, akzentuiert oder modifiziert abgemischt wurden, dass völlig neue Tracks dabei entstanden. Diese sog. „Versions“ waren die Vorläufer des später entstandenen Remix-Wesens der 80er und damit die Basis für die elektronische Tanzmusik. Neben seinem jamaikanischen Kollegen King Tubby war Lee Perry der unbeschränkte Dub-Reggae-Großmeister. Nach Streitereien um Tantiemen in seiner Heimat, zog Lee Perry schon in den 80er Jahren in die Schweiz, produzierte aber weiterhin unermüdlich Musik und ging (oft als Sänger) auf Tournee. Dass der Mann, der massenhaft „jamaikanische Zigaretten“ rauchte, immerhin 85 Jahre alt wurde, darf die Musikwelt als Geschenk betrachten. Lee Perry starb am Sonntag, 29. August jedoch in seiner Heimat Jamaika.
© Bayern 2, Zündfunk, 4.9.2021
The Upsetters
Return of Django
Album: The Upsetter Collection
Lee Perry
Bucky Skank
Album: The Upsetter Collection
Lee Perry
People funny Boy
Single
Lee King Perry
I am the Upsetter
Single
Bob Marley & The Wailers
Soul Rebel
Album: Soul Rebels
Max Romeo
One Step forward
Album: Lee Scratch Perry – Arkology
Max Romeo
Chase the Devil
Single
The Upsetters feat. Prince Jazzbo
Croaking Lizard
Super Ape
Junior Murvin
Police and Thieves
Album: Lee Scratch Perry – Arkology
The Heptones feat. Jah Lion
Mr. President
Album: Lee Scratch Perry – Arkology
The Heptones
Mistry Babylon/& Version
Album: Open the Gate
The Gongos
La La Bam-Bam
Album: Heart of the Congos
Lee Scratch Perry
Easy Knocking
Album: The Return of Pipecock Jackson
Lee Scratch Perry
Scary Politicians
Album: Revelation
don letts bei BBC 6 Lee ‚Scratch‘ Perry RIP
in der garage habe ich bei der Lee Perry noch mal den soundcheck von karl lippegaus verlinkt
Hi Hardy. Ich hab mal deinen Link korrigiert. Der ging ins Leere. Ein Soundcheck von Karl über Lee Perry, von wann ist denn der? Und der Rest ist COOL!
> von wann ist denn der
wenn ich das wüsste. er ist auf einem C90 tape, fehlt also das ende der sendung. tapes habe ich in den frühen 90ern benutzt, danach hing ein FM-radio und der sat-receiver am rechner,
> rest
die jetzt über 40 jährige freundschaft zu den snoid studios, mit dem ich gerade in spanien unteregs war („so lange wir das noch können“), basiert darauf, daß er in einem fanzine (URKS) an dem ich beteiligt war, eine widmung für max romeo & the upsetters entdeckte:
der hatte eine exquisite reggae singles sammlung, in zürich zusammen gekauft.
reggae gehörte neben punk und den grateful dead zum common sense im hinterwald, da bin ich bei allen möglichen freunden fündig geworden und deren lps tapen. reggae ist sozusagen „mutermilch“ 😉
1981 lief aus jedem auto eines freundes das da, von einem freund vor ort mit einemuher-mono-reporter tape deck aufgenommen, das gibt es nicht als platte. 3 stunden großartiger stoff.
auf „we do the reggae“ gibtes ja einen jungen mann mit TV-gerät, das verwende ich ja gerne als avatar. those were the days
> cool?
sooooo viel unfassbares glück und reich vom leben mit den „richtigen“ begegnungen beschenkt, würde ich mal sagen, der rest sind dann einfach 45 jahre, da ergibt sich dann alles von selbst 😉
ich hoffe die links sind okay, mache ich ja alles mit der hand, danke für’s eingreifen
Tolle Geschichte, Hardy!
ich hoffe mit nützlichem musik-mehrwert.
die sendung von mickey dread, der ja. zb.bei den clash – vor allem bei der „sandinista“, die ich schon immer für arg unterbewertet hielt – mitmischte, ist eine definitive rarität, den uher in kingston radio JBC eingestöpselt, während mickey seine show live performete, gibt es so nicht auf platte und ich hab‘ auch in 25 jahren nix vergleichbares im netz gefunden. hatte aber jeder damals als kopie im hinterwald. es gibt sone szene in der doku „25 years sgt pepper“, wo jemandsagt, damals wäre in SF aus jedem fenster die beatles-scheibe gelaufen. so war 1981 für uns, bloß halt mit mickey dread’s drei stunden mix …
das und die singles von den snoid studios wurden mit einem durchaus professionellem equipment gerippt und existieren als 96/24 flac kopie.
imho leckerbissen 😉
😉