Der Mann, der die Popstars elektrifizierte

Robert Moog hat den Synthesizer erfunden. Seine Biografie zeigt auf, wie er die Musik der Beatles veränderte. Von Christoph Wagner.

Trumansburg war ein verschlafenes Kaff im Bundesstaat New York. Dann zog 1963 der Musiktüftler Bob Moog mit seinem Startup hierhin und sorgte für eine laute Revolution. Moog erfand 1964 den Synthesizer, eine Klangmaschine, die Töne synthetisch generiert. Damit stiess er eine Entwicklung an, die die Musik unterdessen dominiert.

Grössere Aufmerksamkeit erregte der Moog-Synthesizer erstmals 1967 beim kalifornischen Monterey Pop Festival, als am Verkaufsstand der Firma sieben der Wundermaschinen von jungen Pop-Musikern erworben wurden. Bands wie The Byrds, The Beach Boys oder Grateful Dead experimentierten fortan mit dem neuartigen Klangerzeuger. Auch die Beatles setzten auf ihrem Album «Abbey Road» einen Moog-Synthesizer ein. In den siebziger Jahren stellten ihn Gruppen wie Emerson, Lake and Palmer oder Yes ins Zentrum progressiver Rockmusik.




© NZZ, Feuilleton, 17.1.2023

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