„Der unbekannte Georg Kreisler – Abgründe und Absurditäten“ Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Einige seiner bösen Lieder wie „Tauben vergiften im Park“ sind Teil unseres allgemeinen Kulturgutes geworden. Daneben gibt es einen unbekannteren Georg Kreisler, den Komponisten ernster Musik, den Romanautor und Verfasser zweier Opern.

Als Georg Kreisler nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 als Jugendlicher mit seinen Eltern aus Wien floh, war es vor allem die Musik, die ihm in Amerika dabei half, seine Talente zu entwickeln: Etwa Musik mit bissigen, aber auch tieftraurigen Texten zu verbinden und trotzdem die Menschen damit zum Lachen zu bringen. Zurück in Europa, 1955, blieb Georg Kreisler Zeit seines Lebens ein Zerrissener und Unbehauster. Einer, der nicht Teil der österreichischen Schmäh-Kultur werden wollte. Einer, dem der Ruhm, den er als Liederkomponist erhielt, zur Last wurde. Denn aus der Schublade, in die ihn sein eigenes Publikum gesteckt hatte, wollte er hinaus.



„Der unbekannte Georg Kreisler – Abgründe und Absurditäten“
Von Markus Metz und Georg Seeßlen
Redaktion: Johanna Tirnthal/Leslie Rosin
Produktion: WDR 2022

© WDR 3, Kulturfeature, 17.7.2022

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