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„Energien des Zusammenspiels“ Der Komponist Dieter Mack

Mit musikethnologischem Spürsinn hat sich Dieter Mack die Kulturen Asiens und vor allem die Musik indonesischer Gamelan-Orchester in Theorie wie Praxis erschlossen. Vorgestellt von Michael Zwenzner.

Diese Erfahrungen macht er auf reflektierte, respektvolle Weise auch für die eigenen faszinierenden Klangwelten fruchtbar.

Die Werke des in Lübeck lebenden, 1954 in Speyer geborenen Dieter Mack prägen ein feines Gespür für die soziale Dimension des Musizierens, das sich vor allem in einer Vielzahl unkonventionell besetzter Kompositionen spiegelt. Dabei bewegen sich Modelle des Zusammenspiels zwischen kollektiver Einstimmigkeit, intensivem Dialog und existenziellem Disput.

Besonders in vielerlei faszinierenden Klangamalgamen gestaltete Unisono-Passagen verleihen Macks Musik energetische wie auch expressive Durchschlagskraft. Oberflächlicher Exotismen und leichtfertiger kultureller Aneignung unverdächtig, sind es vor allem musikimmanente Prinzipien verschiedenster kultureller Herkunft, denen Dieter Mack in seinen Werken unermüdlich und eigensinnig auf der Spur ist.



© HR 2, Neue Musik, 19.5.2022

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