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Essay: 55 Voices for Democracy (10): Die Kraft der Kunst

Für „55 Voices for Democracy“ lädt das Thomas Mann House in Los Angeles intellektuelle Stimmen ein, um über Demokratie nachzudenken, etwa den Schriftsteller Colm Tóibín, den Politiker Anthony Randon oder die Kulturjournalistin Magdalena Kröner.

Demokratie ist ein großer Stabilisator und schwerfällig, sagt Colm Tóibín. Doch mit Argumenten, vor allem aber auch mit Vorstellungskraft, Bildern und Appellen an das, was Menschen nahekommt, ist in ihr politischer Wandel möglich. Das veranschaulicht der irische Schriftsteller an seinem Kampf für die gleichgeschlechtliche Ehe in Irland. 

Gerade die Kunst kann solche Vorstellungswelten öffnen, ist der kalifornische Politiker Anthony Randon überzeugt. Wenn sie durchtränkt ist von den vielschichtigen Erfahrungen und Perspektiven Eingewanderter, steckt in ihr besonderes Potenzial. 

Für die Frage, was es heißt, im Zeitalter von KI Mensch zu sein, sieht die Kulturjournalistin Magdalena Kröner zeitgenössische Kunst als wirkungsvolles Feld. Künstlerinnen und Künstler stellen heute auf einzige Weise Fragen und machen Risiken und Herausforderungen digitaler Technologien sichtbar. 

Das Projekt „55 Voices for Democracy“ des Thomas Mann House knüpft an die 55 BBC-Radioansprachen an, in denen sich Thomas Mann während der Kriegsjahre an Hörer und Hörerinnen in Deutschland, der Schweiz, Schweden, den besetzen Niederlanden und Tschechien wandte.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 31.8.2025

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