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Essay: „Innerdeutsche Grenzziehung“ Analyse eines neuen Unbehagens

Von Jürgen Kaube. Mehr als drei Jahrzehnte sind seit der Wiedervereinigung vergangen, ohne dass von „einig Vaterland“ die Rede sein kann. Gegenwartsdiagnosen gehen davon aus, dass der Osten anders bleiben wird.

Im September werden in Sachsen, Thüringen und Brandenburg die Landtage gewählt. Und vermutlich werden sich die politischen Gewichte in großen Teilen Ostdeutschlands verschieben. Was drückt sich dadurch gesellschaftlich aus? Ist die Spaltung des Landes in Ost und West, von der viele reden, belegbar, oder ist sie nur eine erfolgreiche Formel, um die Gemüter zu erhitzen? Unternehmen wir den Versuch einer Analyse des Unbehagens an der innerdeutschen Grenzziehung.
Jürgen Kaube, geboren 1962, ist Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. 2015 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis. Er hat unter anderem eine beachtliche Max Weber-Biografie geschrieben („Max Weber – Ein Leben zwischen den Epochen“, 2014) und für „Hegels Welt“ (2021) ist er mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet worden. Mit seinen Büchern „Otto Normalabweicher“ (2007) oder „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder“ (2019) mischt er sich immer wieder in aktuelle Debatten ein, dazu gehört auch das mit dem Soziologen André Kieserling geschriebene Buch „Die gespaltene Gesellschaft“ (2022).



© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 3.10.2024

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