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„Grenzenlose Energie“ Das Immanuel Wilkins Quartett beim Jazzfest Berlin 2022

Schon eines der beiden Sets, die das Immanuel Wilkins Quartett beim Jazzfest Berlin gespielt hat, hätte eine andere Band an den Rand der Erschöpfung gebracht. Aber der Altsaxofonist und seine Kollegen brannten bis zum Schluss vor Energie. Mit Odilo Clausnitzer.

Nach zwei Alben für das Traditionslabel Blue Note und Spitzenplätzen in Kritikerumfragen gilt der 25-jährige Wilkins als Hoffnungsträger des zeitgenössischen Jazz. Er spielt traditionsverwurzelten, aber intellektuell anspruchsvollen Modern Jazz, der sich bis zur spirituellen Inbrunst steigern kann.

Anfänge als Kirchenmusiker

Seine Band hat Wilkins schon im zweiten Semester an der Juilliard School Of Music gegründet, da war er 18. Sie besteht heute mit Ausnahme des Bassisten in der Originalbesetzung in ihrem siebten Jahr. Dass eine so früh gegründete Band so lange hält ist nicht unbedingt die Regel, und es sagt etwas über den Geist, in dem das Immanuel Wilkins Quartett Musik macht. Die Band ist für den Saxofonisten ein gemeinsam atmender Organismus, in dem jeder auf den anderen Acht gibt. Und aus dieser Fürsorglichkeit entstehen Sicherheit, Vertrauen und die unbändige Kraft, die sich auf der Konzertbühne entfaltet.



Immanuel Wilkins Quartett
Immanuel Wilkins, Altsaxofon
Micah Thomas, Klavier
Rick Rosato, Bass
Kweku Sumbry, Schlagzeug

© Deutschlandfunk, Jazz Live, 6.6.2023

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