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Interview Joaquin Phoenix „Gutes Schauspiel ist wie Jazz“ !!!

Oscar-Anwärter Joaquin Phoenix spricht über seinen Auftritt als Batman-Widersacher Joker, über strenge Diäten, den Tod des Bruders und seine Mutter.

Interview: ULRICH LÖSSL

Mr. Phoenix, man hatte bisher den Eindruck, dass Sie Comic-Book-Verfilmungen gar nicht mögen. Die Angebote, Hulk oder Doctor Strange, zu spielen, haben Sie abgelehnt. Warum haben Sie beim Batman-Widersacher „Joker“ zugesagt?
Mich hat es tatsächlich nie gereizt, bei den großen Marvel-Comic-Franchise-Movies mitzumischen. Da hätte ich gleich für mehrere Filme unterschreiben müssen, mich auf Jahre hinaus auf diese Rollen festlegen lassen. „Joker“ hingegen ist ein Film, der aus dem Muster der üblichen Comic-Bombast-Movies herausfällt, eigentlich ist er ja eine Charakter-Studie. Er ist außerdem eine Low-Budget-Produktion, bei der man uns alle Freiheiten ließ. Er zeigt, wie aus einem psychisch angeschlagenen jungen Mann namens Arthur Fleck der Joker wird. Diese Entwicklung – oder Deformation, wenn man das so bezeichnen will, – ist das Kernstück der Geschichte. Das darzustellen, hat mich fasziniert. Und es war von vornherein klar, dass es keinen weiteren „Joker“-Film mit mir geben wird….

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© Der Tagesspiegel, 21.09.2019,

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