„Jazzfest Berlin 2015 (III)“ Konzertmitschnitte vom 7. und 8. November 2015, Haus der Berliner Festspiele

Heute Abend 20.05 Uhr Nordwestradio Jazzfest Berlin 2015 (III)

Dylan Howe’s Subterraneans und Laura Jurd’s Dinosaur

Das Jazzfest Berlin hat eine außerordentliche Geschichte. Mit der letztjährigen Ausgabe startete das Festival „in das zweite halbe Jahrhundert seines Bestehens“, wie der neue künstlerische Leiter Richard Williams im Programmheft schrieb. Kontinuität ist dem Engländer, der bereits 1969 bei den damaligen Berliner Jazztagen im Publikum saß, ein Anliegen. Das schließt die Fortsetzung dessen ein, was das international angesehene Jazz-Ereignis von jeher auszeichnete: einen Geist, der auf mutige Weise Tradition, brisante Aktualität und einen mutigen Blick nach vorn verbindet. Jazz, so betont Williams immer wieder, ist weniger eine Stilfrage als eine innere Einstellung – ein „spirit“.

In diesem Sinne stellte er ein Programm zusammen, das viele Facetten hatte. Allein 30 Nationalitäten waren in den verschiedenen Besetzungen vertreten. Die Bandbreite reichte von Formationen klassischen Zuschnitts wie dem Piano-Trio bis zu ungewöhnlichen Instrumentierungen und Konzepten. Das Publikum dankte es ihm mit durchweg ausverkauften Konzerten.

Dylan Howe und Laura Jurd

Für Drummer Dylan Howe aus England war Berlin eine Art Sehnsuchtsort geworden. Sein „Subterraneans“-Programm, über Jahre entwickelt, basiert auf jenen Instrumentalstücken, die Popstar David Bowie knapp 40 Jahre zuvor in seiner „Berliner Phase“ geschaffen hatte. Trompeterin Laura Jurd, ebenfalls in London zuhause, zählt zu den großen Talenten der britischen Jazzszene: eine Frau, die stilistisch keine Scheuklappen kennt.

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