„Jenseits der Kontinuität“ Rolf Riehms Blick auf Tradition und Gegenwart. Von Michael Rebhahn

Rolf Riehms Musik begreift Tradition als „Reservoir“. Zugleich ist ihm musikalische Gegenwart mehr als eine bloße Fortschreibung des Gewesenen.

Für Rolf Riehm ist Kunst vor allem „radikale Verantwortungslosigkeit”, die sich nicht an Verpflichtungen oder Einlösungen ausrichtet. Dennoch ist die Musik des 1937 geborenen Komponisten alles andere als voraussetzungslos. Im Gegenteil: Musikalische Tradition ist ein Reservoir, aus dem er schöpft, ohne allerdings den Maßgaben einer Kontinuität zu folgen. In gleicher Weise ist auch sein Blick auf die Musik der Gegenwart nicht von Dogmen verstellt: Ästhetische Substanz findet er in abseitigen Experimenten Neuer Musik ebenso wie in Songs der Soulsängerin Amy Winehouse.



© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 17.5.2022

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