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Meisterwerke des Hörspiels: „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht. Nach John Gay’s „The Beggar’s Opera“ Mit Curd Jürgens als Mackie Messer !

Im Jahre 1928 erlebte Brechts berühmte „soziale Moritat“ ihre Uraufführung im Schiffbauerdammtheater in Berlin. Grundlage war die Bettleroper von Gay und Pepusch, 1728 als Satire auf Händels chorlose opera seria gedichtet und komponiert. Bei ihrer ersten Aufführung galt die Dreigroschenoper als neuer Typus einer Operette.

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Theodor W. Adorno hat dieses Missverständnis als eines jeder neuen Kunst entlarvt: „Nur unter der Hülle des Bekannten und Geläufigen vermögen neue Ursprungsgehalte sich mitzuteilen und in Kontakt zu kommen mit denen, die sie vernehmen“. Und er fährt fort: „Seit Bergs Wozzeck scheint mir die Dreigroschenoper, nach einmaligem Hören, das wichtigste Ereignis des musikalischen Theaters: Tatsächlich beginnt so vielleicht die Restitution der Oper durch Wahrheit“.

Die Dreigroschenoper ist – trotz des Namens, der an die Vorlage angelehnt ist – keine durchkomponierte Oper im engeren Sinn, sondern ein politisch engagiertes Theaterstück mit 22 abgeschlossenen Gesangsnummern, für die keine Opernsänger benötigt werden, sondern singende Schauspieler.

„Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht.

Nach John Gay’s „The Beggar’s Opera“,

Übersetzung: Elisabeth Hauptmann.

Musik: Kurt Weill.

Mit Curd Jürgens als Mackie Messer, Guido Wieland als Jonathan Peachum, Lotte Ledl als Lucy, Kurt Sowinetz als Moritatsänger und Ernst Meister als Sprecher.

Bearbeitung und Regie: Julius Filip (ORF 1967).

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