Viele seiner Chansons sind heute Klassiker: Georges Brassens war ein Autodidakt, der sich seinen Weg suchte und über 200 Chansons…
Georges Brassens wäre am 22. Oktober 100 Jahre alt geworden, am 29. Oktober jährt sich auch der 40. Todestag des berühmten Chansonniers.
Seine einzigartige Mischung französischer Sprachpoesie und Gossenjargon, eingängiger Melodien, gesellschaftlich anstößiger Themen, Frivolität und Spott trug zu seiner riesigen Popularität bei – bis heute wurden mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft.
„Ein anarchischer Individualist, der sich jeder Vereinnahmung verweigert, aufmüpfig, frivol, sarkastisch … Er ist nie auf der Seite der Mächtigen, des Geldes, der saturierten Bürger, des autoritären Staates. Mit seinen Verhöhnungen, Farcen, grotesken Obszönitäten und spöttischen Kommentaren steht er in der Tradition eines François Villon und anderer Troubadoure.“
Aus: Georges Brassens – Die Chansons, Mandelbaum Verlag 2021
Mit seinen literarisch anspruchsvollen Chansons beeinflusste er auch die frühe deutsche Liedermacherszene. 1967 erhielt er den Großen Lyrikpreis der Académie Française.
© SWR 2, Thema Musik, 27.10.2021
