„Protest der Hörspielautoren“ ARD bietet runden Tisch an

Die ARD kontert einen offenen Brief von Hörspielautoren über schlechte Arbeitsbedingungen mit Hinweisen auf Falschbehauptungen und stilloses Verhalten. Doch es gibt ein versöhnliches Angebot. Von Stefan Fischer

Das kurzfristige Ziel ist erreicht. Denn das Thema ist nun für alle sichtbar: In einem offenen Brief an ARD und Deutschlandradio, über den auch die SZ berichtet hat, hatten rund 250 Hörspielautoren, -regisseurinnen und -musiker auf ihre zunehmend prekärer werdende Situation aufmerksam gemacht. Der Tenor: Die Aufträge werden weniger, die Honorare sinken.

Der offene Brief hat nun eine öffentliche Antwort der ARD provoziert. Darin erhebt sie ihrerseits Vorwürfe gegen die Hörspielautoren. Die Rede ist von Falschbehauptungen, stillosem Verhalten und überzogenen Erwartungen. Eine „überaus ungewöhnliche Kommunikation mit ihren Auftraggebern“ bemängelt die ARD in ihrer Entgegnung. Unterzeichnet haben sie Valerie Weber, die für Kultur zuständige Programmdirektorin des WDR und derzeit Vorsitzende der ARD-Hörfunkkommission, sowie Peter Wiechmann, Justiziar beim SWR, der für ARD und Deutschlandradio mit dem Verband der Bühnenverleger über die Hörspielhonorare verhandelt hat.

© Süddeutsche Zeitung, Kultur, 28.6.2021

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: