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radioWissen: Patti Smith und Johnny Cash

Patti Smith – die Punk-Poetin. Autor: Christian Schaaf, Regie: Ron Schickler. Johnny Cash – the Man in Black. Autor und Regie: Markus Mayer.

Patti Smith – die Punk-Poetin
Autor: Christian Schaaf / Regie: Ron Schickler
Als der Rock ’n‘ Roll in den 1970er Jahren in einer Sackgasse zu stecken scheint, taucht in New York auf einmal eine schüchterne, schmale junge Frau mit einer beindruckenden Stimme auf, die sich wenig um Konventionen und Kunstformen zu scheren scheint. Auf ihrem Debütalbum „Horses“ von 1975 zeigt Patti Smith, was mit Rock ’n‘ Roll eigentlich gemeint ist und eröffnet so, sich und allen anderen Musikerinnen und Musikern einen neuen Horizont. Es geht nicht darum, Formate zu füllen, es geht darum, etwas Ehrliches in die Welt zu setzen. Rock ’n‘ Roll kann Lyrik sein. Gedichte können manchmal härter sein als ein schneller, roher Punk-Song. Auch heute, über 45 Jahre nach dem Erscheinen von „Horses“ zeigt Patti Smith auf der Bühne, dass Rock ’n‘ Roll immer noch etwas zu sagen hat.



Johnny Cash – the Man in Black
Autor und Regie: Markus Mayer
Er war niemals albern wie etwa Elvis Presley, sein ehemaliger Weggefährte. Auch nach seinem Tod gilt Johnny Cash, der legendäre Man in Black, als einer der größten Country-Sänger aller Zeiten. Durch Auftritte in Haftanstalten, durch Texte, die sich kritisch mit dem american dream auseinandersetzen, bezeugte der Sänger sein Engagement für die Ausgegrenzten und die sogenannten kleinen Leute. Cash, der einst als junger GI in Landsberg am Lech mit dem Musikmachen begonnen hat und selbst mit Drogensucht zu kämpfen hatte, wurde zuletzt von einem jungen Publikum als Kultfigur und glaubwürdiger Künstler wiederentdeckt.



© Bayern2, radioWissen, 12.9.2023

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