Release Tipp: Marja Ahti – Touch This Fragrant Surface of Earth / Fönstret
Die Klangexperimente der schwedischen Künstlerin Marja Ahti mit Tonbandschnipseln, gefundenen Klängen und Objekten, ihren Elektronischen Instrumentarium sowie die Zusammenarbeit mit drei Musiker:innen und ihren realen Instrumenten schaffen neue Räume, die viel Zeit zum Betreten benötigen. Ich habe diese Musik sehr oft gehört und war jedes Mal aufs Neue erstaunt, was ich Neues entdeckt habe. Das geschieht ganz entspannt, ohne Hektik. Alles hat seine Zeit und seinen entsprechenden Platz. Wir können nur erahnen, welchen Beitrag die drei Musiker:innen zu diesen faszinierenden Landschaften geleistet haben. Lasst euch also Zeit zum Hören, es lohnt sich!

Marja Ahti ist eine schwedische Künstlerin, die in Turku, Finnland, lebt. Sie arbeitet mit gefundenen Klängen, Objekten und Elektronik und schafft auditive Assemblagen, die eine tiefe Sensibilität für das taktile Potenzial von Klängen offenbaren. Auf diesem neuen Album erweitert sie ihre Palette um bekanntere akustische Instrumente, arbeitet dabei jedoch mit Musikern zusammen, die bereits dabei sind, den Klang dieser Instrumente neu zu definieren. © Text: Liner Notes.

„Ich bin fasziniert von den elementaren Eigenschaften der Klänge, die ich verwende, wie luftige oder erdige, holzige Klänge. Diese Eigenschaften finden sich auch in Blasinstrumenten und Percussion wieder, und die Musiker, mit denen ich bei „Touch This Fragrant Surface of Earth“ zusammengearbeitet habe, sind wirklich gut darin, diese Eigenschaften in ihrem Spiel hervorzuheben. Ich wollte diese Verbindung zwischen gefundenen Klängen, Feldaufnahmen oder vorab aufgenommenen Klängen, Objekten und Materialien herstellen und sehen, wo sich diese Klänge treffen und hoffentlich auf natürliche Weise miteinander verschmelzen, ohne dass es eine Trennung zwischen Instrumentalmusik, akustischer Musik oder elektronischer Musik gibt.
Aber wenn man Menschen hinzuzieht, bringen sie auch ihre Persönlichkeit und ihre Ideen mit, was ebenfalls inspirierend ist und überraschende Dinge in die Zusammenarbeit einbringt, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. Ich war sehr daran interessiert, dies zu einer echten Zusammenarbeit zu machen und nicht nur das Stück zu komponieren und es ihnen zu geben. Wir hatten die Sessions bei EMS, wo wir Ideen austauschen konnten und Isak, Ryan und My ihre eigenen Ideen einbringen konnten. Die Aufnahmen dort gaben mir Zeit, diese Ideen zu verarbeiten und sie auch so anzugehen, wie ich mit jedem anderen Klang arbeiten würde.“ – Marja Ahti