„Sonnenbrücke“ Nachruf auf Raul de Souza von Andrian Kreye
Raul de Souza konnte auf seiner Posaune Bossa Nova, Funk, Jazz. Ihm gelang auch ein Welthit. Jetzt ist er mit 86 Jahren in Paris gestorben.
Der brasilianische Posaunist Raul de Souza ist gestorben. Ausgerechnet ein paar Wochen nachdem er sein neues Album herausbrachte, das eigentlich noch mal eine Ehrenrunde durchs Rampenlicht einleiten sollte, in dem er nur selten stand. Mit dabei war er eigentlich immer. Beim Bossa Nova, beim Funk, beim Jazz. Er hatte sogar mal einen Welthit.
Im Mai dieses Jahres erschien nun sein Album „Plentitude“, auf dem er mit sehr viel jüngeren Musikern noch einmal an seine große Zeit im Funk erinnerte. Aktualisierte Versionen von „Sweet Lucy“ und „Daisy Mae“ spielte er ein. Eine Tour war geplant. Am Sonntag ist er in Paris an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er wurde 86 Jahre alt.
© Süddeutsche Zeitung, Kultur, 15.6.2021