Studio Neue Musik „Gänge, Wege“ Alberto Posadas – Poética del camino 

Woher kommen und wohin gehen wir? In seinem Zyklus „Poetik des Weges“, der hier in einer WDR Neuaufnahme vorgestellt wird, lässt Alberto Posadas die Stimmen und Instrumente den Raum durchmessen, zugleich wirft der spanische Komponist grundlegendende existentielle Fragen auf.

Posadas schickt Körper und Geist auf Reisen durch die labyrinthischen Wege der Philosophie. Auch die Musik sucht dabei nach Wegen durch den Raum. Dabei kann es sein, dass sie eine weitere zentrale Frage berührt. Wer bin ich, wer sind wir? Alberto Posadas weiß, dass es keine Antworten gibt: „In der ‚Poetik des Weges‘ begeben sich Instrumente und Stimmen auf die Suche nach einer Identität, die sie vermuten, erhoffen oder auch nur flüchtig erspähen.“

Die Texte, die Posadas hier vertont, stammen von Antonio Machado, Jorge Manrique, Wilhelm Müller und Hermann Hesse. Sie alle befassen sich mit dem Thema Weg: als Symbol für inneres Exil, für den Übertritt in den Tod, für die Vergänglichkeit und für den Vorgang des ewigen Werdens.



Alberto Posadas
Poética del camino (2018-20) für sechs Stimmen und zehn Instrumente
Neue Vocalsolisten, ensemble recherche

© WDR 3, Studio Neue Musik, 10.4.2022

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